Der Spezialchemiekonzern Lanxess steht vor einer schwierigen Phase an den Finanzmärkten. Nachdem der geplante Verkauf der Envalior-Beteiligung vorerst gescheitert ist, hat die Ratingagentur Moody’s dem Unternehmen den begehrten Investment-Grade-Status entzogen. Wie schwer wiegt dieser Rückschlag für die zukünftige Finanzierung wirklich?

Geplatzter Deal belastet Rating

Die Herabstufung von Baa3 auf Ba1 rückt Lanxess in den Bereich der spekulativen Anlagen. Hauptgrund für die Entscheidung von Moody's ist die verzögerte Reduktion der Verschuldung, da der Verkauf der 41-prozentigen Beteiligung am Kunststoff-Joint-Venture Envalior an den Finanzinvestor Advent nicht wie geplant zustande kam. Lanxess bedauert den Schritt, betont jedoch, dass die direkten finanziellen Folgen überschaubar bleiben. Die Kosten für die Bereitstellung vorhandener Kreditlinien sollen sich lediglich um etwa eine Million Euro pro Jahr erhöhen.

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Markt reagiert mit Skepsis

An der Börse hinterließ die Nachricht deutliche Spuren. Die Aktie geriet unter Druck und verlor innerhalb einer Woche knapp 20 Prozent an Wert. Mit einem Schlusskurs von 13,65 Euro am Dienstag notiert das Papier nur noch knapp über dem jüngsten 52-Wochen-Tief von 13,40 Euro. Ein technischer Indikator für den hohen Verkaufsdruck ist der Relative-Stärke-Index (RSI), der mit einem Wert von 24,4 im überverkauften Bereich liegt. Flankiert wurde die negative Kursentwicklung durch einen Teilrückzug der Bank of America, die ihre Stimmrechtsposition zuletzt von 7,78 auf 5,39 Prozent senkte.

Fokus auf die Bilanzvorlage

Trotz des Dämpfers durch Moody's gibt es auch stabilisierende Signale: Die Ratingagentur Scope bewertet Lanxess weiterhin mit BBB und einem stabilen Ausblick. Das Management konzentriert sich nun darauf, die Finanzkennzahlen durch konsequenten Schuldenabbau wieder zu verbessern, um mittelfristig in die Investment-Grade-Kategorie zurückzukehren.

Am 19. März 2026 wird Lanxess die detaillierten Zahlen für das Geschäftsjahr 2025 vorlegen. In der begleitenden Investorenkonferenz muss das Management darlegen, ob der operative Cashflow ausreicht, um die Nettoverschuldung auch ohne den kurzfristigen Envalior-Exit signifikant zu senken. Zudem dürften Anleger auf neue Signale bezüglich alternativer Verkaufszeitpunkte für die Kunststoff-Beteiligung warten.

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