Microsoft Aktie: Bröckelnde Grundlagen?
Microsoft treibt den Ausbau seiner KI-Plattform mit konkreten Produkten und Terminen voran. Neue Funktionen für Unternehmenskunden, ein überarbeitetes Lizenzmodell und ein frischer Sicherheitsbericht prägen das Bild dieser Woche.
Copilot Cowork und Agent 365: Die nächste Ausbaustufe
Microsoft integriert die Claude-Technologie des KI-Unternehmens Anthropic in sein Copilot-Ökosystem. Das neue Feature „Copilot Cowork" ermöglicht es Nutzern, komplexe Aufgaben an KI-Agenten zu delegieren – von der Kalenderplanung über Recherchen bis zur Berichtserstellung. Der begrenzte Rollout startete im März 2026 als Teil des Microsoft 365 Copilot-Abonnements.
Parallel dazu bereitet Microsoft die allgemeine Verfügbarkeit seiner „Agent 365"-Plattform vor, die am 1. Mai 2026 an den Start geht. Die Plattform soll als zentrale Steuerungsebene für die Verwaltung und Sicherheit von KI-Agenten in Unternehmen dienen. Microsoft selbst nutzt Agent 365 bereits intern zur Verwaltung von über 500.000 eigenen Agenten.
Agent 365 wird Teil der neuen Microsoft 365 E7 „Frontier Suite" sein, die ebenfalls am 1. Mai startet. Das Paket bündelt Microsoft 365 E5, Microsoft 365 Copilot und erweiterte Sicherheitsfunktionen zu einem Preis von 99 US-Dollar pro Nutzer und Monat. Agent 365 ist separat für 15 US-Dollar pro Nutzer und Monat erhältlich.
Anthropic unter Druck – und die Folgen für Microsoft
Die Partnerschaft mit Anthropic ist nicht ohne Risiko. Am 10. März 2026 reichte Anthropic Klage gegen die US-Regierung ein, um die Einstufung als nationales Sicherheitsrisiko durch das Pentagon anzufechten. Hintergrund: Anthropic hatte sich geweigert, seine Claude-Modelle für autonome Waffensysteme und Massenüberwachung freizugeben. Die Blacklistierung könnte Anthropics Umsatz im laufenden Jahr erheblich belasten.
Unterstützung erhält Anthropic aus der Branche: Eine Gruppe von 37 Forschern und Ingenieuren von Google und OpenAI – darunter Googles Chefwissenschaftler Jeff Dean – reichte ein Amicus-curiae-Schreiben ein, das Anthropics Rechtsposition stützt. Der Ausgang des Verfahrens dürfte auch für Microsofts KI-Strategie relevant sein, da Copilot Cowork auf Claude-Technologie aufbaut.
Sicherheitslücken und KI als Angriffswerkzeug
Microsofts monatliches Patch-Tuesday-Update für März 2026 schloss zwischen 77 und 83 Schwachstellen, darunter kritische Lücken in Microsoft Office. Besonders brisant: Eine Sicherheitslücke in Excel (CVE-2026-26144) könnte Daten über den Copilot-Agentenmodus abfließen lassen.
Gleichzeitig warnt Microsofts aktueller Threat Intelligence Report, dass staatlich geförderte Angreifer generative KI zunehmend als Verstärker für Cyberangriffe einsetzen – etwa zur automatisierten Erstellung von Phishing-Nachrichten oder zur Malware-Entwicklung. Großflächige Angriffe durch vollständig autonome KI-Agenten beobachtet Microsoft bislang noch nicht, sieht aber eine klare Entwicklung in diese Richtung.
Die Microsoft-Aktie notiert aktuell rund 16 Prozent unterhalb ihres 200-Tage-Durchschnitts und hat seit Jahresbeginn deutlich nachgegeben. Ob die angekündigten KI-Produkte das Vertrauen der Anleger zurückgewinnen, wird sich spätestens nach dem Launch der Frontier Suite am 1. Mai zeigen.
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