Evonik Aktie: Vorsicht, Stirnrunzeln!
Evonik hat seine Jahreszahlen für 2025 vorgelegt – und gleichzeitig die Dividendenpolitik grundlegend umgebaut. Die Kürzung der Ausschüttung von 1,17 auf 1,00 Euro je Aktie sendet ein klares Signal: Finanzielle Flexibilität hat Vorrang vor Kontinuität. Kein Wunder, dass die Aktie mit rund 13,96 Euro noch immer deutlich unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 22,26 Euro notiert.
Prognose erfüllt – aber unter Druck
Das operative Ergebnis für 2025 trifft die eigene Zielmarke: Das bereinigte EBITDA lag bei 1,87 Milliarden Euro, der freie Cashflow bei 695 Millionen Euro – am oberen Ende der angestrebten Spanne. Der Nettogewinn verbesserte sich auf 265 Millionen Euro nach 222 Millionen im Vorjahr.
Auf der Umsatzseite sieht das Bild weniger erfreulich aus. Die Erlöse sanken um 7 Prozent auf 14,1 Milliarden Euro. Niedrigere Verkaufspreise, schwächere Volumina und Währungsgegenwind belasteten beide Segmente. Der Return on Capital Employed fiel zudem auf 6,1 Prozent – weit entfernt vom mittelfristigen Ziel von 11 Prozent.
MetAMINO®-Preiserhöhung als Margenstütze
Parallel zur Jahresberichterstattung kündigte Evonik eine sofortige Nettopreiserhöhung von 10 Prozent für sein Tierfuttermittel MetAMINO® an, gültig für alle Märkte weltweit. Die Maßnahme zielt darauf ab, die Margen im Segment Advanced Technologies zu stabilisieren, das 2025 einen Umsatz von rund 5,9 Milliarden Euro erzielte, aber eine sinkende EBITDA-Marge von 15,8 Prozent verzeichnete.
Ob die Preiserhöhung in einem Umfeld globaler Überkapazitäten vollständig am Markt durchgesetzt werden kann, wird sich in den Q1-Zahlen zeigen, die Evonik am 8. Mai vorlegen wird.
Umbau läuft, CFO-Posten offen
Für 2026 hält Evonik an der EBITDA-Spanne von 1,7 bis 2,0 Milliarden Euro fest, erwartet beim Umsatz aber nur noch 13,5 bis 14,5 Milliarden Euro – eine Absenkung der Erwartungen, die anhaltende strukturelle Belastungen widerspiegelt.
Das Restrukturierungsprogramm „Evonik Tailor Made" soll Ende 2026 abgeschlossen sein und dann jährlich rund 400 Millionen Euro einsparen. Rund 2.000 Stellen fallen weg, davon etwa 1.500 in Deutschland. Noch offen ist die Neubesetzung des CFO-Postens – ein Faktor, der das Vertrauen der Investoren zusätzlich belasten dürfte, solange er ungeklärt bleibt.
Die Hauptversammlung am 3. Juni 2026 wird zum nächsten Prüfstein: Dort steht neben der Dividendenabstimmung auch die neue Ausschüttungspolitik zur Diskussion, die ab dem Geschäftsjahr 2026 eine Ausschüttungsquote von 40 bis 60 Prozent des bereinigten Konzernergebnisses vorsieht.
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