Eutelsat Aktie: Regierung bremst
Paris hat Eutelsat am Wochenende einen wichtigen Schritt in der Restrukturierung verbaut: Die französische Regierung blockiert den geplanten Verkauf der Bodenantennen-Sparte. Damit fällt eine potenzielle Liquiditätsquelle weg – ausgerechnet in einer Phase, in der die Bilanz ohnehin unter Druck steht. Was heißt das konkret für den Finanzspielraum des Konzerns?
Die wichtigsten Fakten im Überblick:
- Frankreich blockiert den Verkauf der Ground-Antenna-Assets
- Nettoergebnis 2025: -1.081,9 Mio. Euro, belastet durch 535 Mio. Euro Wertminderungen auf GEO-Assets
- Aktie zuletzt volatil, mit klarer Erholung: +33,94 % bis +37,66 % in 30 Tagen
- Bewertungsmodell: Fair Value 2,69 Euro vs. Kurs 2,27 Euro (Stand: 30.01.)
Blockierter Verkauf trifft Restrukturierung
Der Verkauf der Bodensegment-Infrastruktur galt als naheliegender Hebel, um Kapital freizusetzen und die Bilanz zu straffen. Genau dieser Hebel ist nun vorerst blockiert. Der staatliche Eingriff zeigt, dass Satelliten-Infrastruktur aus Sicht Frankreichs eine strategische Komponente hat – gerade im Kontext europäischer Raumfahrt- und Souveränitätsziele.
Für Eutelsat ist das vor allem kurzfristig relevant: Weniger Spielraum bei der Finanzierung und weniger Flexibilität beim Umbau der Vermögensbasis, während das Unternehmen bereits mit einem hohen Jahresverlust in 2025 belastet ist.
Zahlen, Kurs – und die Bewertungsdebatte
Fundamental bleibt die Lage angespannt. 2025 stand unter dem Strich ein Nettoverlust von 1.081,9 Millionen Euro. Ein zentraler Belastungsfaktor waren 535 Millionen Euro an Wertminderungen auf geostationäre Vermögenswerte (GEO-Assets). Das unterstreicht, wie stark das klassische Geschäftsfeld zuletzt unter Druck geriet.
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Gleichzeitig hat die Aktie zuletzt deutlich angezogen – bei hoher Volatilität. In den vergangenen 30 Tagen summierte sich das Plus je nach Berechnung auf rund 34 % bis 38 %, auf Jahressicht auf etwa 27 % bis 32 %. Ein Bewertungsansatz taxiert den fairen Wert auf 2,69 Euro, was gegenüber 2,27 Euro rechnerisch rund 15 % Abstand bedeutet.
IRIS² als langfristiger Anker
Der Blick vieler Anleger richtet sich auf IRIS². Eutelsat ist Teil des SpaceRISE-Konsortiums, das den Zuschlag für das EU-Satellitenkonstellationsprojekt erhalten hat. Erwartet wird aus dem Vertrag über zwölf Jahre ein Umsatzbeitrag von insgesamt 6,5 Milliarden Euro.
Parallel bleibt der Wettbewerbsdruck hoch: SpaceX hat zuletzt bei der FCC Pläne eingereicht, die Konstellation deutlich auszubauen – inklusive Ausrichtung auf orbitale Rechenzentren für KI-Anwendungen.
Unterm Strich steht Eutelsat damit zwischen zwei Polen: kurzfristig weniger finanzieller Spielraum durch die blockierte Veräußerung – und langfristige Perspektive durch IRIS², das über die Laufzeit substanzielle Umsätze in Aussicht stellt.
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