Ein Machtwort aus Paris durchkreuzt die Pläne des Satellitenbetreibers: Die französische Regierung hat den Verkauf der passiven Bodeninfrastruktur an den Investor EQT untersagt und beruft sich dabei auf nationale Sicherheitsinteressen. Damit platzt eine Transaktion im Wert von 550 Millionen Euro, was Eutelsat zwingt, seine Verschuldungsprognose anzupassen.

Strategische Souveränität vor Cashflow

Der geplante Deal mit EQT Infrastructure VI, der bereits im August 2024 angekündigt worden war, scheiterte an den vetos der Regierung. Finanzminister Roland Lescure machte deutlich, dass die Bodenantennen als strategische Vermögenswerte gelten, da sie sowohl zivil als auch militärisch genutzt werden. Eutelsat wird in Regierungskreisen als der einzige ernstzunehmende europäische Wettbewerber zu Elon Musks Starlink angesehen, weshalb eine Abgabe der Kontrolle an einen Finanzinvestor blockiert wurde.

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Für das Unternehmen bedeutet dies, dass die erwarteten 550 Millionen Euro nicht fließen. Eutelsat reagierte umgehend mit einer Anpassung der Finanzziele:

  • Höhere Verschuldung: Das Verhältnis von Nettoverschuldung zu EBITDA wird zum Ende des Geschäftsjahres 2025/26 nun bei etwa 2,7x erwartet (zuvor 2,5x).
  • Höhere Marge: Da die umsatzbringenden Vermögenswerte im Haus bleiben, steigt die prognostizierte EBITDA-Marge für das Geschäftsjahr 2028/29 auf rund 65 Prozent (zuvor 60 Prozent).

Operatives Geschäft läuft weiter

Trotz des geplatzten Deals betonte das Management, dass die Finanzierung geplanter Investitionen gesichert sei. Dies betrifft vor allem den Ausbau der OneWeb-Konstellation. Erst Mitte Januar vergab Eutelsat einen Großauftrag an Airbus Defence and Space über den Bau von insgesamt 440 LEO-Satelliten. Die Fertigung im Werk Toulouse soll Ende 2026 beginnen und technologisch aufgerüstete Einheiten liefern.

Der nächste entscheidende Termin für eine detaillierte Bestandsaufnahme ist der 13. Februar 2026. An diesem Tag veröffentlicht der Konzern die Halbjahresergebnisse, wobei Analysten besonderes Augenmerk auf die Strategie zum Schuldenabbau ohne die EQT-Millionen legen dürften.

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