Der geplante Verkauf der Bodeninfrastruktur von Eutelsat an das Private-Equity-Unternehmen EQT ist gescheitert. Die französische Regierung legte am Donnerstag ihr Veto ein – mit der Begründung, die Bodenantennen seien strategisch zu wichtig für die nationale Sicherheit. Finanzminister Roland Lescure verwies auf die militärische Nutzung der Anlagen und betonte, Eutelsat sei Europas einzige Antwort auf SpaceX' Starlink. Dem Satellitenbetreiber entgehen dadurch Nettoerlöse von rund 550 Millionen Euro.

Die wichtigsten Fakten:

  • Frankreich blockiert Verkauf der Bodenantennen-Sparte an EQT
  • Geplante Einnahmen von 550 Millionen Euro fallen weg
  • Verschuldungskennzahl steigt voraussichtlich auf das 2,7-fache des EBITDA
  • Eutelsat sieht strategische Investitionen nicht gefährdet

Verschuldung steigt stärker als geplant

Das Unternehmen reagierte mit der Aussage, dass geplante Investitionen in das strategische Wachstum trotz des ausgefallenen Deals nicht beeinträchtigt würden. Allerdings wird sich das Verhältnis von Nettoverschuldung zu EBITDA zum Geschäftsjahresende nun auf das 2,7-fache erhöhen – statt der ursprünglich prognostizierten 2,5-fachen Werte. Der Konzern muss seine Finanzierung damit aus anderen Quellen stemmen.

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Fokus auf LEO-Satelliten und neue Großaufträge

Der Zeitpunkt der Intervention ist bemerkenswert: Eutelsat steckt mitten in einer strategischen Neuausrichtung. Nach der Übernahme von OneWeb treibt der Konzern den Ausbau seines Satellitennetzes im niedrigen Erdorbit (LEO) voran, um im globalen Wettbewerb um Breitband-Internet aus dem All mitzuhalten. Erst Mitte Januar vergab Eutelsat einen Großauftrag für neue Satelliten an Airbus zur Modernisierung der Flotte.

Am 13. Februar folgen die Halbjahresergebnisse. Anleger werden genau darauf achten, wie das Management die Finanzstrategie nach dem gescheiterten Infrastruktur-Deal anpasst.

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