Mercedes-Benz schickt zwei Signale zum Start in den Februar: eine technisch stark überarbeitete S‑Klasse als neues Aushängeschild – und Rückenwind durch die neue E‑Auto-Prämie in Deutschland. Doch ausgerechnet diese Förderung könnte laut Kritik eher günstigen Importen helfen als Premiumanbietern. Wie viel davon kommt am Ende bei Mercedes wirklich an?

S‑Klasse-Facelift: Technik statt Symbolpolitik

Mit der Weltpremiere am 29. Januar hat Mercedes die S‑Klasse umfassend modernisiert. Nach Konzernangaben wurden mehr als 50% der Komponenten neu entwickelt oder angepasst. Der Schritt wirkt wie eine Antwort auf ein schwieriger gewordenes Luxusumfeld: Die weltweite Produktion der S‑Klasse fiel von rund 90.000 Einheiten (2022) auf unter 50.000 (2025).

Im Fokus stehen drei Themen, die direkt auf Kaufargumente einzahlen:

  • Elektrifizierung: Plug-in-Hybride sollen nun rund 100 km elektrische Reichweite (WLTP) schaffen.
  • Infotainment: Der MBUX Superscreen kombiniert 14,4 Zoll Zentraldisplay mit 12,3 Zoll Beifahrer-Display.
  • Assistenzsysteme: Die Strategie fürs autonome Fahren wurde angepasst. Statt Level 3 („Drive Pilot“) setzt Mercedes in Volumenmärkten zunächst auf ein „Level 2++“ für freihändiges Fahren im Stadtbereich.

Unterm Strich: Mercedes stärkt die S‑Klasse dort, wo Käufer heute besonders genau hinsehen – bei elektrischer Alltagstauglichkeit und Software/Komfort.

Neue E‑Auto-Prämie: Nachfrage springt an – aber für wen?

Seit dem 1. Januar gilt in Deutschland eine sozial gestaffelte E‑Auto-Förderung, rückwirkend für Neuzulassungen ab Jahresbeginn. Je nach Fahrzeugtyp und Einkommen liegt die Prämie zwischen 1.500 und 6.000 Euro. Die Einkommensgrenzen: 80.000 Euro (Singles) bzw. 90.000 Euro (Familien mit zwei Kindern).

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Erste Indikatoren zeigen eine schnelle Reaktion der Verbraucher:

  • MeinAuto.de: E‑Auto-Traffic verzehnfacht gegenüber dem Vormonat
  • Carwow: E‑Auto-Anfragen verdreifacht gegenüber der Vorwoche

Der Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer sieht jedoch ein mögliches Problem in der Ausgestaltung: Wegen Einkommensgrenzen und Preisstrukturen könnten vor allem günstigere Importmodelle aus China profitieren, während deutsche Premiumhersteller eher weniger Rückenwind spüren.

Aktie und Ausblick: Zahlen am 12. Februar im Fokus

Börslich zeigt sich zuletzt eher Gegenwind: Der Schlusskurs vom Freitag lag bei 57,79 Euro. Auf 30 Tage steht ein Minus von 6,68%, zugleich notiert der Titel noch 5,02% über dem 200‑Tage-Durchschnitt. Der RSI (14 Tage) liegt bei 36,3, was die zuletzt schwächere Dynamik unterstreicht.

Operativ bleibt der Kostendruck ein Thema. Mercedes will die Kostenstruktur verbessern und peilt Einsparungen von 5 Milliarden Euro bis 2030 an. Der nächste konkrete Prüfstein folgt bald: Am 12. Februar 2026 sollen die vollständigen Geschäftsergebnisse 2025 kommen – genau dort wird sich zeigen, wie belastbar Profitabilität und Sparprogramm sind, während Mercedes parallel Produkt- und Elektro-Strategie nachschärft.

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