Coinbase steckt ausgerechnet jetzt in einer unangenehmen Zwickmühle. Einerseits kommt juristischer Gegenwind zurück auf den Tisch – und zwar mit Blick auf die Chefetage. Andererseits schwächelt am Wochenende auch noch der Kryptomarkt, also genau das Umfeld, von dem das Geschäft stark abhängt.

Klage gegen Führung: Richter lässt Verfahren zu

Ende letzter Woche hat ein US-Richter entschieden, dass eine Aktionärsklage gegen CEO Brian Armstrong und Board-Mitglied Marc Andreessen weiterverfolgt werden kann. Im Kern geht es um den Vorwurf, dass Führungskräfte kurz nach dem Direct Listing Aktien im Umfang von rund 2,9 Milliarden US-Dollar verkauft haben sollen – angeblich, um Verlusten zuvorzukommen, bevor bestimmte Informationen öffentlich wurden.

Die Kläger argumentieren, dabei sei nicht-öffentliches Wissen genutzt worden. Coinbase hatte die Vorwürfe nach einer früheren internen Untersuchung zwar zurückgewiesen. Trotzdem bringt die Gerichtsentscheidung das Thema wieder nach oben – und damit neue rechtliche Unsicherheit für das Unternehmen.

Schwacher Bitcoin: Risiko fürs Tagesgeschäft

Parallel dazu kam zusätzlicher Druck aus dem Markt selbst: Bitcoin fiel am Sonntag unter eine viel beachtete psychologische Marke. Für Coinbase ist das mehr als nur Hintergrundrauschen, denn die Erlöse hängen stark an Handelsaktivität und Preisen von Krypto-Assets.

Sinkende Kurse können die Stimmung dämpfen und Handelsvolumina ausbremsen – und genau dort verdient Coinbase traditionell einen großen Teil seines Geldes.

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Wichtige Punkte auf einen Blick:
- Ein US-Richter lässt eine Insiderhandels-Klage gegen Armstrong und Andreessen zu.
- Streitpunkt sind Aktienverkäufe von rund 2,9 Mrd. US-Dollar nach dem Börsenstart.
- Der Kryptomarkt schwächelt zeitgleich, Bitcoin rutschte am Sonntag unter eine psychologische Schwelle.
- Institutionelle Investoren wirken laut einer neuen Umfrage weniger nervös als der Markt.

Institutionelle Stimmung stabil – und neue Produktpläne

Trotz der negativen Marktbewegung wirkt die institutionelle Seite vergleichsweise standfest. Eine am 1. Februar veröffentlichte Umfrage von Coinbase Institutional und Glassnode zeigt: Rund ein Viertel der Institutionen bezeichnet das aktuelle Umfeld als „Bärenmarkt“. Gleichzeitig sieht die Mehrheit Bitcoin weiterhin als unterbewertet. Außerdem heißt es, die meisten institutionellen Teilnehmer hätten ihre Krypto-Positionen seit Oktober 2025 gehalten oder sogar ausgebaut.

Zusätzlich arbeitet Coinbase laut Berichten daran, die Einnahmen breiter aufzustellen. Geplant sei eine eigene Prediction-Market-Plattform, deren Start im ersten Quartal 2026 erwartet wird – ein Schritt in Richtung des wachsenden „InfoFi“-Segments.

Am Markt bleibt die Lage dennoch angespannt: Die Aktie schloss am Freitag bei 164,28 Euro und steht damit seit Jahresbeginn deutlich tiefer – das passt zum Mix aus Rechtsrisiko und schwächerem Kryptoumfeld. Konkret dürfte der nächste Fokus darauf liegen, wie schnell das Verfahren vorankommt und ob Coinbase den geplanten Produktstart im Q1 2026 tatsächlich liefert.

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