Eutelsat Aktie: Refinanzierung läuft
Eutelsat Communications beschafft sich 1,5 Milliarden Euro frisches Kapital am Anleihemarkt. Der Satellitenbetreiber will damit teure Altschulden ablösen und die Zinsbelastung senken. Die Emission markiert den nächsten Schritt in der finanziellen Neuaufstellung nach der Fusion mit OneWeb – und könnte die Bilanz nachhaltig entlasten.
Zwei Tranchen mit Renditen über 6 Prozent
Das Angebot umfasst zwei Euro-denominierte Senior Notes: eine fünfjährige Anleihe mit Fälligkeit 2031 und eine siebenjährige mit Fälligkeit 2033. Die initiale Renditeindikation liegt bei rund 6,375 Prozent für die kürzere und 6,875 Prozent für die längere Tranche. Beide werden von Eutelsat S.A. und OneWeb Holdings Limited garantiert.
Mit den Erlösen plus 400 Millionen Euro aus einer bereits unterzeichneten Kreditfazilität will das Unternehmen zwei bestehende Anleihen vollständig zurückzahlen: die 600-Millionen-Euro-Anleihe mit 2,25 Prozent Kupon (Fälligkeit 2027) und vor allem die teure 9,75-Prozent-Hochzinsanleihe über ebenfalls 600 Millionen Euro (Fälligkeit 2029). Letztere belastet die Gewinn- und Verlustrechnung mit jährlich knapp 60 Millionen Euro Zinsen – die Ablösung dürfte die Zinskosten spürbar senken.
Verschuldungsgrad bereits halbiert
Die Refinanzierung fügt sich in eine breitere Offensive ein. Seit der Fusion hat Eutelsat mehrere Bausteine umgesetzt: Im Dezember 2025 flossen 1,5 Milliarden Euro aus einer Kapitalerhöhung, getragen von den Kernaktionären – darunter der französische und britische Staat sowie die Bharti Group. Moody's stufte das Rating um zwei Stufen auf Ba3 hoch, Fitch sogar um drei Stufen auf BB. Knapp eine Milliarde Euro kamen zudem über Export-Kredit-Finanzierungen herein.
Die Nettoverschuldung sank per 31. Dezember 2025 auf 1,3 Milliarden Euro – ein Rückgang um 1,4 Milliarden Euro binnen sechs Monaten. Das Verhältnis von Nettoverschuldung zu bereinigtem EBITDA verbesserte sich von 3,92x auf 2,00x.
LEO-Geschäft wächst um 60 Prozent
Operativ zeigen die Halbjahreszahlen ein gemischtes Bild. Der Gesamtumsatz lag bei 592 Millionen Euro, währungsbereinigt nahezu stabil. Während das Video-Segment 12,3 Prozent verlor, stiegen die LEO-Umsätze um rund 60 Prozent auf 110,5 Millionen Euro. Fixed Connectivity legte währungsbereinigt um 17,2 Prozent zu, Mobile Connectivity um 8,5 Prozent. Die bereinigte EBITDA-Marge ging auf 52,1 Prozent zurück – Eutelsat führt das auf den Produktmix durch den LEO-Hochlauf zurück.
Das Unternehmen hat 440 neue LEO-Satelliten bei Airbus bestellt, um die OneWeb-Konstellation langfristig zu sichern. Ein Multi-Launch-Vertrag mit MaiaSpace für Starts ab 2027 steht bereits.
Jahresprognose bestätigt, Investitionen gesenkt
Eutelsat hält an der Prognose fest: Die Umsätze der vier operativen Segmente sollen auf Vorjahresniveau liegen, wobei LEO um 50 Prozent wachsen soll. Die bereinigte EBITDA-Marge wird leicht darunter erwartet. Die Investitionsausgaben wurden auf rund 900 Millionen Euro gesenkt – gegenüber zuvor 1,0 bis 1,1 Milliarden Euro. Der gescheiterte Verkauf der Bodeninfrastruktur an EQT Ende Januar hat nach Unternehmensangaben keinen Einfluss auf die Finanzierung des Wachstumsplans.
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