Eutelsat zieht die Story gerade klar in Richtung LEO: Das OneWeb-Geschäft wächst kräftig, während das klassische Video-Segment weiter nachgibt. In den heute veröffentlichten Details zum Halbjahresbericht wird damit sichtbar, wo die Musik spielt – und wo Gegenwind bleibt. Kann das LEO-Wachstum die Schwäche im Videogeschäft mittelfristig ausgleichen?

  • LEO-Umsatz: 111 Mio. Euro (+59,7%)
  • Gesamtumsatz: 592 Mio. Euro (währungsbereinigt stabil)
  • Bereinigtes EBITDA: 308 Mio. Euro, Marge 52,1%
  • Nettoverschuldung: 1,3 Mrd. Euro, Net Debt/EBITDA 2,0x
  • Auftragsbestand: 3,4 Mrd. Euro

LEO legt zu, Umsatz insgesamt stabil

Im ersten Halbjahr 2025/26 stiegen die LEO-Erlöse auf 111 Mio. Euro. Damit kommt das Segment inzwischen auf rund 20% der Gesamterlöse. Auch die Connectivity-Sparte insgesamt wuchs, und zwar um 11,8% auf 307,3 Mio. Euro.

Auf Konzernebene meldete Eutelsat 592 Mio. Euro Umsatz. Das ist auf berichteter Basis zwar ein Minus von 2,4%, bereinigt um Währungseffekte blieb der Umsatz aber stabil. Die vier operativen Segmente erzielten zusammen 574 Mio. Euro, was auf vergleichbarer Basis einem leichten Rückgang von 0,6% entspricht.

Video schwächelt, Marge sinkt

Der Druck kommt weiterhin aus dem Videogeschäft: Die Video-Erlöse fielen um 12,3% auf 266,5 Mio. Euro. Eutelsat nennt dafür zusätzliche Sanktionen gegen russische Sender sowie den strukturellen Rückgang im Broadcast-Markt als Gründe. Als positives Signal führt das Unternehmen Kapazitätsverlängerungen mit Kunden wie beIN Group und Polsat+ an.

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Auch die Profitabilität gab nach. Das bereinigte EBITDA lag bei 308 Mio. Euro, auf vergleichbarer Basis -6,1%. Die EBITDA-Marge sank auf 52,1%. Eutelsat begründet das mit dem Produktmix in der Hochlaufphase des LEO-Geschäfts sowie den Sanktionsauswirkungen.

Bilanz gestärkt, Investitionen und Ziele bestätigt

Unterm Strich hat Eutelsat die Bilanz spürbar stabilisiert: Die Nettoverschuldung sank auf 1,3 Mrd. Euro, das Verhältnis Net Debt/EBITDA verbesserte sich von 3,92x auf 2,0x. Treiber waren eine Kapitalerhöhung über 1,5 Mrd. Euro sowie Exportkreditfinanzierungen von fast 1 Mrd. Euro.

Strategisch setzt Eutelsat weiter auf den Ausbau der OneWeb-Konstellation und bestätigte die Beschaffung von 440 Satelliten der nächsten Generation. Gleichzeitig wurde die geplante Flexsat-Americas-Bestellung storniert, was Einsparungen von über 100 Mio. Euro bringen soll. Die Investitionen lagen im Halbjahr bei 291,5 Mio. Euro; für das Gesamtjahr erwartet Eutelsat rund 900 Mio. Euro und damit weniger als ursprünglich geplant.

Für das Gesamtjahr bestätigte das Unternehmen seine Ziele: Umsätze der operativen Segmente auf Vorjahresniveau, LEO-Erlöse plus rund 50% und eine bereinigte EBITDA-Marge leicht unter Vorjahr. Zudem stellte CEO Jean-François Fallacher in Aussicht, nach 2030 Satelliten der nächsten Generation parallel zu IRIS2 zu starten.

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