Eutelsat Aktie: Staatshilfe gesichert
Der französisch-britische Satellitenbetreiber Eutelsat steht nach der Veröffentlichung seiner Halbjahresergebnisse vor einer Weichenstellung: Während das traditionelle GEO-Geschäft stagniert, wächst das LEO-Segment rasant. Und für dessen Ausbau hat sich das Unternehmen jetzt eine milliardenschwere Finanzierung mit staatlicher Rückendeckung gesichert.
Die wichtigsten Entwicklungen:
- LEO-Umsätze stiegen um knapp 60 Prozent auf 110,5 Millionen Euro
- Nettoverschuldung halbiert auf 1,3 Milliarden Euro
- Staatlich garantierte Finanzierung über 975 Millionen Euro für OneWeb-Ausbau
- Großauftrag über 340 Satelliten an Airbus Defence and Space
LEO-Boom kompensiert GEO-Schwäche
Im ersten Halbjahr 2025-26 erzielte Eutelsat Gesamtumsätze von 591,6 Millionen Euro – ein nominaler Rückgang um 2,4 Prozent. Währungsbereinigt blieb der Konzern jedoch stabil. Das Wachstum im LEO-Segment mit einem Plus von fast 60 Prozent auf 110,5 Millionen Euro steht im Kontrast zur Schwäche im klassischen Video-Geschäft, das unter Sanktionen leidet.
Die operative EBITDA-Marge sank um 3,4 Prozentpunkte auf 52,1 Prozent. Hauptgrund ist der Produktmix während der LEO-Hochlaufphase sowie wegfallende Umsätze durch geopolitische Restriktionen. Der Nettoverlust belief sich auf 236,5 Millionen Euro – deutlich unter dem Vorjahreswert von 873,2 Millionen Euro.
Französischer Staat garantiert OneWeb-Finanzierung
Kurz vor der Ergebnisvorlage sicherte sich Eutelsat eine Export Credit Agency-Finanzierung über rund 975 Millionen Euro. Das Konsortium kommerzieller Banken wird durch eine Garantie der französischen Staatsbank Bpifrance Assurance Export abgesichert. Die Auszahlung hängt von einer erfolgreichen Anleiheemission ab.
Mit den Mitteln finanziert Eutelsat einen Auftrag über 340 LEO-Satelliten an Airbus Defence and Space in Toulouse. Zusammen mit bereits bestellten 100 Einheiten umfasst die Gesamtbestellung 440 Satelliten zur Erneuerung der OneWeb-Konstellation.
Bilanz deutlich entlastet
Die Nettoverschuldung fiel zum Jahresende 2025 auf 1,3 Milliarden Euro – ein Rückgang um 1,4 Milliarden Euro seit Juni 2025. Haupttreiber war die Kapitalerhöhung über 1,5 Milliarden Euro. Das Verhältnis von Nettoverschuldung zu EBITDA verbesserte sich von 3,88 auf 2,0. Moody's und Fitch reagierten mit Ratinganhebungen.
Die gescheiterte Veräußerung von Bodeninfrastruktur-Assets an EQT Infrastructure VI Ende Januar hätte zusätzlich 550 Millionen Euro in die Kasse gespült. Das Management betont jedoch, dass die strategische Finanzierung davon unabhängig gesichert sei.
Prognose bestätigt
Für das Gesamtjahr 2025-26 hält Eutelsat an seinen Zielen fest: Die operativen Umsätze sollen stabil bleiben, wobei das LEO-Segment um rund 50 Prozent zulegen soll. Die bereinigte EBITDA-Marge wird leicht unter Vorjahresniveau erwartet. Mit der staatlich abgesicherten Milliarden-Finanzierung hat der Konzern die Grundlage für den weiteren Ausbau seiner Satellitenflotte gelegt.
Eutelsat-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Eutelsat-Analyse vom 14. Februar liefert die Antwort:
Die neusten Eutelsat-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Eutelsat-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 14. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Eutelsat: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...








