Equinor Aktie: Wasserstoff-Projekt gestoppt
Equinor hat die Pläne für sein großangelegtes Wasserstoff-Projekt H2M Eemshaven in den Niederlanden offiziell beendet. Trotz bereits zugesagter EU-Fördergelder in Millionenhöhe sieht das Unternehmen derzeit keine wirtschaftliche Perspektive für den Standort. Die Entscheidung verdeutlicht die massiven Hürden bei der Skalierung von CO2-armen Energielösungen unter den aktuellen politischen Rahmenbedingungen.
Regulatorische Hürden bremsen Pläne
Das Projekt war darauf ausgelegt, jährlich rund 210.000 Tonnen Wasserstoff aus Erdgas zu gewinnen, wobei das entstehende CO2 abgeschieden und dauerhaft gespeichert werden sollte (CCS). Warum scheitert ein solches Vorhaben trotz einer EU-Förderung von rund 162 Millionen Euro? Equinor führt als Hauptgründe die politische Unsicherheit und eine unzureichende Finanzierungssicherheit an.
Ein zentraler Konfliktpunkt ist die regulatorische Ausrichtung der Europäischen Union. In der aktuellen Erneuerbare-Energien-Richtlinie (RED III) liegt der Fokus primär auf „grünem“ Wasserstoff aus erneuerbaren Quellen. „Blauer“ Wasserstoff, der auf Erdgasbasis mit CCS-Technologie produziert wird, findet in den Quotenregelungen für potenzielle industrielle Abnehmer bisher kaum Berücksichtigung. Diese mangelnde Planbarkeit erschwert es Unternehmen, langfristige Abnahmeverträge zu schließen und Investitionen abzusichern.
Fokus verschiebt sich nach Belgien
Interessanterweise bedeutet das Aus in den Niederlanden nicht das Ende der Wasserstoff-Ambitionen von Equinor in Europa. Das vergleichbare H2BE-Projekt im belgischen Gent wird weiterhin aktiv vorangetrieben. Zusammen mit dem Partner Engie plant Equinor dort eine ähnliche Produktionskapazität. Auch dieses Projekt wird durch den EU-Innovationsfonds unterstützt, scheint aber unter den dortigen Bedingungen momentan eine höhere Realisierungschance zu haben.
Abseits der strategischen Projektentscheidungen hat das Unternehmen die Details zur anstehenden Gewinnausschüttung bestätigt. Die Dividende für das dritte Quartal 2025 beläuft sich auf 3,5249 Norwegische Kronen (NOK) pro Aktie.
Ausblick und Dividende
Die Auszahlung der Dividende an die Aktionäre ist für Freitag, den 27. Februar 2026, terminiert. An der Börse zeigt sich der Titel trotz des Projektabbruchs in den Niederlanden robust. Die Aktie notierte zuletzt bei 24,65 Euro und damit nur knapp unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 24,85 Euro. Seit Jahresbeginn konnte das Papier bereits um gut 18 Prozent zulegen, was darauf hindeutet, dass der Markt die strategische Disziplin des Konzerns bei unrentablen Projekten positiv wertet.
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