Equinor hat im vierten Quartal 2025 die Erwartungen bei Gewinn und Umsatz übertroffen, setzt jedoch für das laufende Geschäftsjahr auf einen deutlich strikteren Sparkurs. Während die Dividende leicht angehoben wird, reduziert der Konzern das Volumen seiner Aktienrückkäufe im Vergleich zum Vorjahr massiv. Wie schafft das Unternehmen den Spagat zwischen Produktionssteigerung und sinkenden Investitionen?

  • Bereinigter Gewinn je Aktie: 0,81 US-Dollar (über Konsens)
  • Quartalsumsatz: 25,30 Milliarden US-Dollar
  • Aktienrückkäufe 2026: Reduzierung auf 1,5 Milliarden US-Dollar
  • Investitionskürzungen: 4 Milliarden US-Dollar weniger für 2026/27 geplant

Deutlich kleineres Rückkaufprogramm

Der norwegische Energieriese blickt auf ein solides Abschlussquartal 2025 zurück. Trotz der über den Erwartungen liegenden Ergebnisse zeichnet sich ein Strategiewechsel bei der Kapitalallokation ab. Equinor schlägt zwar eine Erhöhung der Bardividende auf 0,39 US-Dollar je Aktie vor, kürzt jedoch an anderer Stelle deutlich.

Das neue Aktienrückkaufprogramm für 2026 umfasst nur noch bis zu 1,5 Milliarden US-Dollar – ein massiver Rückgang gegenüber den 5 Milliarden US-Dollar des Vorjahres. Die erste Tranche mit einem Volumen von 375 Millionen US-Dollar startete bereits am vergangenen Donnerstag und soll bis zum 30. März abgeschlossen sein.

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Fokus auf Cashflow und Kosten

Um den freien Cashflow nachhaltig zu stärken, plant das Management signifikante Einsparungen. Die organischen Investitionen sollen in den Jahren 2026 und 2027 um insgesamt rund 4 Milliarden US-Dollar sinken. Zusätzlich strebt Equinor eine Reduzierung der Betriebskosten um 10 % im Laufe dieses Jahres an.

Trotz dieses Sparkurses prognostiziert der Konzern für 2026 ein Produktionswachstum von etwa 3 % bei Öl und Gas. Dies ist ambitioniert, da die Förderung im zentralen Johan-Sverdrup-Feld im laufenden Jahr voraussichtlich um mehr als 10 % sinken wird. Equinor versucht, diesen natürlichen Rückgang durch neue Bohrungen abzufedern.

Strategische Portfolio-Anpassungen

Parallel zur Kostendisziplin treibt das Unternehmen den Umbau seines Portfolios voran. Vor wenigen Tagen schloss Equinor den Verkauf seiner Anteile am argentinischen Vaca-Muerta-Schiefervorkommen für 1,1 Milliarden US-Dollar ab. Auch in Brasilien trennte sich der Konzern im vierten Quartal von einer 40-prozentigen Beteiligung am Peregrino-Ölfeld.

Im Bereich der erneuerbaren Energien verfolgt Equinor künftig einen disziplinierteren Investitionsansatz. Zwar wuchs die regenerative Stromerzeugung 2025 dank des britischen Windparks Dogger Bank kräftig, doch werden die geplanten Investitionskürzungen vor allem den Sektor für Strom und kohlenstoffarme Lösungen treffen. Im Gasgeschäft sorgt ein neuer Fünfjahresvertrag mit dem Versorger Eneco für Planungssicherheit: Seit Anfang Februar liefert Equinor jährlich bis zu 0,5 Milliarden Kubikmeter Gas in die Niederlande.

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