Equinor Aktie: Entscheidende Marktindikatoren
Der norwegische Energiekonzern profitiert massiv von den geopolitischen Spannungen im Nahen Osten und den stark gestiegenen Ölpreisen. Genau in dieser Phase maximalen Rückenwinds kippt allerdings die Stimmung bei einigen Marktexperten. Pareto Securities hat die Bewertung am Wochenende herabgestuft, da die Luft für weitere Kursgewinne allmählich dünn wird.
Bewertung stößt an ihre Grenzen
Die Analysten senkten das Papier am Samstag von „Strong Buy“ auf „Hold“. Der Grund für die plötzliche Zurückhaltung liegt in der rasanten Kursentwicklung der vergangenen Monate. Mit einem Plus von über 71 Prozent seit Jahresbeginn notiert der Titel nur noch hauchdünn unter seinem 52-Wochen-Hoch. Auf diesem Bewertungsniveau sehen die Experten kaum noch kurzfristiges Aufwärtspotenzial.
Dabei lief das operative Geschäft zuletzt hervorragend. Im vierten Quartal übertraf Equinor die Erwartungen deutlich mit einem Gewinn von 0,81 US-Dollar pro Aktie und einem Umsatz von über 25 Milliarden US-Dollar. Als Konsequenz hob das Management die Quartalsdividende an, was einer annualisierten Rendite von etwa 3,8 Prozent entspricht.
Naher Osten diktiert das Geschehen
Das starke Marktumfeld wird derzeit fast ausschließlich vom Konflikt im Nahen Osten getrieben. Die Schließung der Straße von Hormus hat laut Branchenexperten auf der CERAWeek-Konferenz täglich acht bis zehn Millionen Barrel Öl vom Weltmarkt genommen. Dieser massive Angebotsschock beförderte den Preis für die Nordseesorte Brent auf über 112 US-Dollar. Für April erwarten Beobachter bereits spürbare Engpässe bei Diesel und Kerosin in Europa.
Equinor schwimmt als Produzent auf dieser Welle mit. Das erklärt auch den jüngsten Rückzug der Leerverkäufer. Die Short-Positionen fielen bis Mitte März um 34 Prozent auf knapp 20 Millionen Aktien, was nur noch 0,7 Prozent des handelbaren Streubesitzes ausmacht.
Milliardenprojekt in Brasilien gestartet
Unabhängig von den kurzfristigen Preisschwankungen treibt das Management die langfristige Produktion voran. Anfang der Woche starteten die Bohrarbeiten für das Raia-Gasprojekt im brasilianischen Campos-Becken. Mit einem Investitionsvolumen von rund neun Milliarden US-Dollar ist es das bisher größte internationale Vorhaben der Norweger. Die Produktion in 2.900 Metern Wassertiefe soll im Jahr 2028 anlaufen.
Die geteilte Meinung der Analysten spiegelt die aktuelle Zwickmühle wider. Während einige Häuser wie Zacks an Kaufempfehlungen festhalten, signalisiert das durchschnittliche Konsens-Kursziel von 34,61 US-Dollar einen leichten Bewertungsabschlag zum aktuellen Niveau. Die weitere Kursentwicklung hängt nun unmittelbar davon ab, wie lange der Angebotsschock am Ölmarkt die fundamentale Bewertungsausweitung noch stützen kann.
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