Während der Ölsektor mit schwankenden Margen ringt, setzt Morgan Stanley ein deutliches Ausrufezeichen hinter die Bewertung von ConocoPhillips. Die US-Bank hat ihr Kursziel massiv nach oben geschraubt und setzt auf eine starke Entwicklung der nordamerikanischen Energiegeschäfte bis zum Jahr 2026. Damit rückt die Frage in den Fokus, ob die politischen Rahmenbedingungen in den USA mit diesem Optimismus Schritt halten können.

Analysten uneins über Kurspotenzial

Am vergangenen Freitag sorgte Morgan Stanley für Aufsehen, indem die Analysten ihr Kursziel von 108 auf 149 US-Dollar anhoben. Die Experten begründen diesen Schritt mit verbesserten Preisannahmen für die US-Sorte WTI und Flüssigerdgas sowie steigenden Raffineriemargen. Besonders das EBITDA-Wachstum in Nordamerika soll in den kommenden Jahren zum zentralen Kurstreiber werden.

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Im Gegensatz dazu zeigt sich J.P. Morgan zurückhaltender. Die Bank bestätigte ihr „Hold“-Rating mit einem Ziel von 135 US-Dollar. Dieser vorsichtigere Blick spiegelt die allgemeine Marktvolatilität wider, auch wenn der breite Konsens derzeit bei einem moderaten Kaufvotum liegt. Die Aktie selbst markierte zuletzt am Freitag bei 116,10 Euro ein neues 52-Wochen-Hoch, was einem Plus von rund 40 Prozent seit Jahresbeginn entspricht.

Der Kampf um den „SPEED Act“

Hinter den Kulissen arbeitet ConocoPhillips intensiv an der politischen Flanke. Das Unternehmen hat die S-3 Group beauftragt, um für Reformen bei bundesstaatlichen Genehmigungsverfahren zu werben. Ziel ist es, den sogenannten „SPEED Act“ voranzutreiben, der die Errichtung von Energieinfrastruktur beschleunigen soll.

Diese gesetzlichen Anpassungen gelten in der Branche als entscheidend, um langfristige Produktionskapazitäten rechtssicher zu machen. Parallel dazu beobachtet der Sektor die anstehenden Beratungen des „God Squad“-Ausschusses zu Bohrungen im Golf von Mexiko. Solche regulatorischen Ausnahmen für die nationale Sicherheit sind für Großproduzenten wie ConocoPhillips essenziell, um die Förderung in ökologisch sensiblen Gebieten skalieren zu können.

Strategie bis 2026

Die operative Stärke und die politischen Erfolge in Washington bilden das Fundament für das erklärte Ziel des Managements: Bis 2026 soll ein erheblicher Teil des überschüssigen Cashflows an die Aktionäre zurückfließen. Ob dieses Versprechen in vollem Umfang eingelöst werden kann, hängt maßgeblich davon ab, wie schnell die angestrebten Infrastrukturreformen den US-Kongress passieren und ob die Rohstoffpreise das prognostizierte Niveau von Morgan Stanley tatsächlich erreichen.

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