Der australische Drohnenabwehr-Spezialist DroneShield hat eine bemerkenswerte Woche hinter sich: Rekordfinanzierung, Profitabilität zum ersten Mal überhaupt und ein Militärauftrag über 21,7 Millionen AUD – nur einen Tag nach Vorlage der Jahreszahlen. Die Aktie reagierte prompt und legte deutlich zu.

Erstmals profitabel – und wie

Die am 25. Februar 2026 vorgelegten Zahlen für das Geschäftsjahr 2025 markieren einen Wendepunkt. Der Umsatz schnellte um 276 Prozent auf 216,5 Millionen AUD hoch, nach 57,5 Millionen AUD im Vorjahr. Noch wichtiger: DroneShield schrieb erstmals schwarze Zahlen. Der Nettogewinn nach Steuern belief sich auf 3,5 Millionen AUD – ein klarer Bruch mit der Verlusthistorie. Im Vorjahr hatte das Unternehmen noch 8,6 Millionen AUD Miese eingefahren.

Das operative Ergebnis vor Steuern erreichte 33,3 Millionen AUD, was einer Marge von 15 Prozent entspricht. Die Bilanz ist schuldenfrei, die Kasse mit 210 Millionen AUD gut gefüllt. Zudem wächst das Software-Geschäft: Die SaaS-Erlöse stiegen um 312 Prozent auf 11,6 Millionen AUD. Das Management peilt an, binnen fünf Jahren 30 Prozent des Gesamtumsatzes aus wiederkehrenden Software-Abonnements zu generieren.

Frischer Militärauftrag direkt im Anschluss

Einen Tag nach den Zahlen folgte die nächste Meldung: DroneShield sicherte sich über einen lokalen Vertriebspartner sechs Verträge mit einem westlichen Militärkunden im Gesamtwert von 21,7 Millionen AUD. Geliefert werden mobile Drohnenabwehrsysteme, Ersatzkits und Software-Abonnements – alles aus vorhandenen Lagerbeständen. Die Auslieferung ist für das erste Quartal 2026 geplant, die Zahlung im zweiten Quartal.

Bemerkenswert ist der SaaS-Anteil in diesem Deal. DroneShield bewegt sich damit weg vom reinen Hardware-Geschäft hin zu planbaren Einnahmeströmen. Der betreffende Partner hat dem Unternehmen in den vergangenen sieben Jahren bereits Aufträge über 17,8 Millionen USD erteilt.

Pipeline auf 2,3 Milliarden AUD gestiegen

Die Auftragspipeline wuchs binnen eines Monats von 2,1 auf 2,3 Milliarden AUD. Sie umfasst 295 Projekte in 50 Ländern. Europa und Großbritannien dominieren mit 1,2 Milliarden AUD über 78 Projekte, Asien-Pazifik steuert 481 Millionen AUD bei, die USA 283 Millionen AUD über 112 Projekte.

18 Einzeldeals übersteigen jeweils 30 Millionen AUD, 36 liegen über 10 Millionen AUD. Das größte Einzelprojekt ist mit 750 Millionen AUD bewertet. Für 2026 hat DroneShield bereits Aufträge über 104 Millionen AUD gesichert, davon wurden 22 Millionen AUD bislang realisiert.

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Produktion wird verfünffacht

Um die Nachfrage zu bedienen, baut DroneShield massiv aus. Die jährliche Fertigungskapazität soll von 500 Millionen AUD Ende 2025 auf 2,4 Milliarden AUD bis Ende 2026 steigen. In Sydney wurden 3.000 Quadratmeter Produktionsfläche und 2.500 Quadratmeter für Forschung und Entwicklung hinzugefügt. Weitere Fertigungsstätten in Europa und den USA sind für 2026 geplant.

Die Belegschaft wuchs von 250 auf über 450 Mitarbeiter. Ein neues ERP-System soll Lager, Aufträge und Produktionsplanung straffen.

Governance-Reform nach ASX-Kritik

Parallel zu den Zahlen veröffentlichte DroneShield die Ergebnisse einer Governance-Prüfung. Hintergrund waren Fragen der ASX zu Aktienverkäufen von Direktoren, einer zurückgezogenen Marktmitteilung und einem Trading Halt im November. Die unabhängigen Direktoren beauftragten die Kanzlei Herbert Smith Freehills Kramer mit der Überprüfung.

Die neuen Maßnahmen umfassen einen „Front-Page-Test", einen Disclosure-Ausschuss, verlängerte Sperrfristen und Mindestbeteiligungsregeln für Führungskräfte. Die aktualisierte Trading Policy gilt seit dem 25. Februar 2026.

Ausblick: Jetzt zählt die Umsetzung

DroneShield startet 2026 mit Rückenwind: erstmals profitabel, Rekordpipeline, volle Kassen und eine neue Partnerschaft mit der australischen Defence Science and Technology Group zur Entwicklung neuer Drohnenabwehrtechnologien. Eine neue Forschungseinrichtung in Adelaide im Wert von 13 Millionen AUD soll den technologischen Vorsprung ausbauen.

Die zentrale Frage lautet nun: Kann das Unternehmen die geplante Verfünffachung der Produktion umsetzen und die volle Pipeline in nachhaltige Gewinne ummünzen? Die kommenden Quartale werden zeigen, ob DroneShield den Sprung vom Nischenanbieter zum skalierbaren Verteidigungskonzern schafft.

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