Deutsche Telekom Aktie: Verkaufssignal!
Die Deutsche Telekom hat am Freitag eine wichtige charttechnische Unterstützung nach unten durchbrochen. Der Kurs fiel auf 27,05 Euro und unterschritt dabei die 50-Tage-Linie – ein klassisches Verkaufssignal, das häufig weiteren Abwärtsdruck ankündigt. Gleichzeitig liegt die Aktie rund 10 Prozent unter ihrem 200-Tage-Durchschnitt. Doch ausgerechnet jetzt bekräftigt Barclays seine Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 40 Euro. Ein Widerspruch, der Fragen aufwirft.
Die Fakten im Überblick:
- Schlusskurs Freitag: 27,05 Euro (-2,91 Prozent)
- Abstand zum 200-Tage-Durchschnitt: -9,54 Prozent
- Barclays-Kursziel: 40 Euro (Potenzial: +48 Prozent)
- T-Mobile US verlor am Freitag 2,28 Prozent
Barclays sieht massives Aufwärtspotenzial
Trotz der schwachen Kursentwicklung hält die britische Investmentbank Barclays an ihrer optimistischen Einschätzung fest. Analyst Maurice Patrick bestätigte am Samstag das Rating "Overweight" mit einem Kursziel von 40 Euro. Vom aktuellen Niveau aus würde dies einem Kursgewinn von knapp 48 Prozent entsprechen.
Auch die Schweizer UBS bekräftigte Mitte Januar ihre Kaufempfehlung mit einem Ziel von 35,70 Euro. Bernstein Research sieht die Aktie sogar bei 37 Euro. Die Diskrepanz zwischen Analystenzielen und Marktrealität war selten größer.
Doppelbelastung aus den USA
Der Abwärtsdruck hat konkrete Ursachen. Die US-Tochter T-Mobile verlor am Freitag an der Wall Street über zwei Prozent und schloss bei 186,32 Dollar. Da T-Mobile einen erheblichen Teil zum Konzernergebnis beisteuert, wirkt sich diese Schwäche direkt auf den Mutterkonzern aus.
Verschärft wird die Lage durch die jüngsten Drohungen von US-Präsident Trump. Am Samstag kündigte er via "Truth Social" Strafzölle von 10 Prozent auf europäische Waren ab dem 1. Februar an. Diese makroökonomische Unsicherheit belastet den gesamten DAX und deutsche Standardwerte – auch wenn die Telekom ihr US-Geschäft primär vor Ort betreibt.
Gegenbewegungen: Aktienrückkäufe und neue Geschäftsfelder
Das Management versucht gegenzusteuern. Zwischen dem 5. und 9. Januar kaufte der Konzern rund 1,53 Millionen eigene Aktien zurück. Strategisch treibt die Telekom neue Initiativen voran: Ein Spin-Off plant den größten Startup-Rüstungsfonds Europas, zudem wurde mit Uwe Heckert ein neuer COO für den Healthcare-Bereich ernannt.
Die nächsten Handelstage dürften zeigen, ob die Marke um 27 Euro als Unterstützung hält oder ob der charttechnische Abverkauf die fundamentalen Bewertungen der Analysten vorerst überlagert. Das Kursziel von Barclays bleibt ambitioniert – vorausgesetzt, die technische Schwäche ebbt ab.
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