Funklöcher sind für Mobilfunkanbieter der ewige wunde Punkt – und in Europa oft weniger ein Technik- als ein Geografieproblem. Auf dem Mobile World Congress in Barcelona setzt die Deutsche Telekom jetzt auf eine neue Allianz: Satelliten von Starlink sollen helfen, die letzten weißen Flecken zu schließen. Doch was heißt das konkret für Netzqualität und Ausbaupläne?

Starlink-Partnerschaft zielt auf die „letzten Prozent“

Die Telekom kündigte auf dem MWC (läuft noch bis 5. März 2026) eine weitreichende Kooperation mit Starlink (SpaceX) an. Geplant ist ein Satellitendienst, der ab 2028 starten soll. Künftige Smartphones sollen dann direkt über das sogenannte MSS-Spektrum mit Starlink-Satelliten kommunizieren können.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Deutsche Telekom?

Der Ansatz adressiert gezielt jene Flächen, in denen klassische Mobilfunkmasten kaum sinnvoll zu bauen sind – etwa dichte Wälder, Bergregionen oder abgelegene Inseln. Laut Telekom liegt die Netzabdeckung in den meisten europäischen Märkten bereits bei über 90%. Satelliten sollen nun die verbleibenden ein bis zehn Prozent ergänzen.

Ausbau am Boden läuft weiter – Beispiel Hessen

Parallel zur Satellitenstrategie drückt der Konzern den terrestrischen Ausbau weiter durch. In Hessen sind für die nächsten drei Jahre 1.700 zusätzliche Mobilfunkausbaumaßnahmen angekündigt. In den vergangenen 36 Monaten kamen dort bereits 300 neue Standorte hinzu, weitere 1.400 Anlagen wurden erweitert.

Das Ergebnis: In Hessen erreicht das Netz nach Unternehmensangaben 99,5% der Bevölkerung und deckt 92% der Landesfläche ab. Zudem verweist die Telekom darauf, damit 40% der vereinbarten Gesamtausbauleistung im hessischen Mobilfunkpakt erbracht zu haben. Bundesweit betreibt der Konzern rund 36.000 Mobilfunkstandorte.

KI im Netz: „Agentische“ Optimierung im Live-Betrieb

Neben neuer Hardware setzt die Telekom stärker auf softwaregetriebene Netzoptimierung. Im Mittelpunkt stehen „agentische Netze“, die durch künstliche Intelligenz gesteuert werden und Basisdienste wie Echtzeitübersetzungen unterstützen sollen. Auffällig: Diese netzbasierten Funktionen sind laut Telekom abwärtskompatibel und sollen auch auf älteren Geräten funktionieren. Die entsprechenden KI-Funktionen testet das Unternehmen derzeit im Live-Handynetz.

Dazu passt auch die internationale Einbindung: Die Telekom ist Teil des erweiterten „Network as Code“-Ökosystems von Nokia, das gemeinsam mit Google Cloud API-basierte agentische KI vorantreibt. In diesem Netzwerk sind unter anderem auch Orange, Telefónica, Rakuten und Tata Communications vertreten.

Zum Aktienbild: Nach einer starken 30-Tage-Entwicklung von +14,14% schloss die Aktie heute bei 32,93 Euro (Tag: -0,63%). Seit Jahresbeginn steht ein Plus von 18,16% zu Buche – der Kurs liegt zugleich rund 8% unter dem 52-Wochen-Hoch von 35,78 Euro.

Im Fokus bleibt damit eine klare Linie: Ausbau bleibt Ausbau – nur eben künftig mit Satelliten als Ergänzung für die schwer erreichbaren Regionen, während der Netzausbau vor Ort (wie in Hessen) und die KI-gestützte Optimierung parallel weiterlaufen. 2028 ist dabei das zentrale Datum für den geplanten Start der Satellitenanbindung.

Deutsche Telekom-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Deutsche Telekom-Analyse vom 03. März liefert die Antwort:

Die neusten Deutsche Telekom-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Deutsche Telekom-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 03. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Deutsche Telekom: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...