BYD steht am Scheideweg. Während die Aktie des chinesischen Elektroauto-Giganten ihren stärksten Tagesgewinn seit einem Jahr verzeichnet, meldet das Unternehmen gleichzeitig den heftigsten monatlichen Absatzrückgang seit der Pandemie. Auslöser der Kursrally: eine knappe Ankündigung auf WeChat, in der BYD für den 5. März eine „disruptive Technologie" verspricht.

Historischer Einbruch im Heimatmarkt

Die Verkaufszahlen für Februar zeichnen ein ernüchterndes Bild. BYD verkaufte 190.190 Fahrzeuge – ein Minus von 41 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das verlängerte Neujahrsfest brachte Produktion und Handel in China weitgehend zum Erliegen.

Besonders hart traf es die Plug-in-Hybride mit einem Rückgang von 44 Prozent. Reine Elektrofahrzeuge büßten 36 Prozent ein und kamen auf rund 79.539 Einheiten. Es war der sechste Monat in Folge mit rückläufigen Zahlen und der stärkste Einbruch seit Februar 2020.

Die neue fünfprozentige Kaufsteuer auf Elektrofahrzeuge, die Anfang 2026 in Kraft trat, verschärft die Lage zusätzlich. BYD reagierte Ende Februar mit Finanzierungsangeboten über bis zu sieben Jahre – eine Maßnahme, um Kaufbarrieren zu senken, während direkte Preiskämpfe von den Behörden unterbunden werden.

Erstmals mehr Exporte als Inlandsverkäufe

Während der Heimatmarkt schwächelt, liefert das Auslandsgeschäft einen Lichtblick. Im Februar exportierte BYD erstmals mehr Fahrzeuge als im Inland verkauft wurden: 100.600 Einheiten, ein Plus von 50 Prozent. Bereits im vierten Monat in Folge lag die Exportmenge über der 100.000er-Marke.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei BYD?

In Europa überholte BYD im Januar Tesla mit über 18.000 Neuzulassungen in der EU, Großbritannien und den EFTA-Staaten – eine Verdreifachung gegenüber dem Vorjahr, während Teslas Registrierungen um 17 Prozent sanken.

Das Exportziel für 2026 liegt bei 1,3 Millionen Fahrzeugen, ein Anstieg von 24 Prozent. Neue Werke in Thailand, Usbekistan und Brasilien sollen künftig 300.000 Fahrzeuge jährlich liefern. Die ungarische Fabrik befindet sich in der Erprobungsphase, die Serienproduktion startet im zweiten Quartal. Analysten von Jefferies prognostizieren sogar 1,5 Millionen Exporteinheiten für 2026.

Was am Tech Day kommt

Die Markterwartungen konzentrieren sich auf vier Bereiche. BYDs „Flash Charging"-Infrastruktur soll Ladeleistungen von bis zu 1.500 Kilowatt erreichen – genug für 400 Kilometer Reichweite in fünf Minuten. Bis Ende 2026 plant das Unternehmen über 4.000 solcher Ultraschnellladestationen in China und etwa 3.000 in Europa.

Die zweite Generation der Blade-Batterie steht bereit. Eine Kurzversion zielt auf Laderaten von 8C bis 10C ab, während eine Langversion eine Energiedichte von bis zu 210 Wh/kg erreichen könnte – deutlich mehr als die aktuellen 150 Wh/kg. Das würde rein elektrische Reichweiten von über 1.000 Kilometern im CLTC-Zyklus ermöglichen, und zwar mit Lithium-Eisenphosphat-Chemie.

Parallel kommen neue Modelle. Der Seal 07 EV geht offiziell an den Start, Vorbestellungen für den Song Ultra EV und den überarbeiteten Denza Z9 GT beginnen. Letzterer verfügt über eine 122,5-kWh-Batterie und einen 370-kW-Motor – mit einer CLTC-Reichweite von 1.036 Kilometern ein neuer Maßstab für Serienfahrzeuge.

Entscheidende Weichenstellung

Der 5. März wird zeigen, ob BYD die technologische Offensive nutzen kann, um die Nachfrage im Heimatmarkt wiederzubeleben. Das Unternehmen steht vor der Herausforderung, sein Narrativ zu drehen: von einem Hersteller mit anhaltender Inlandsschwäche zu einem Technologieführer, der die Grenzen der Elektromobilität neu definiert. Die Details der Präsentation dürften entscheidend für die kurzfristige Kursentwicklung sein.

BYD-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue BYD-Analyse vom 04. März liefert die Antwort:

Die neusten BYD-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für BYD-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 04. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

BYD: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...