Deutsche Telekom Aktie: Doppelimpuls
Zwei Themen treiben die Story der Deutschen Telekom gleichzeitig: Ab 2028 soll eine Partnerschaft mit Starlink Funklöcher in Europa schließen – und die Zahlen für 2025 fielen besser aus als die eigene Planung. Zusammen mit höheren Ausschüttungen und laufenden Rückkäufen setzt der Konzern damit auf eine Mischung aus Wachstumserzählung und handfesten Kapitalrückflüssen. Wie viel Substanz steckt hinter diesem „Doppelimpuls“?
Starlink ab 2028: Mobilfunk trifft Satellit
Kern der Ankündigung vom Mobile World Congress in Barcelona ist ein satellitengestützter Mobilfunkdienst in zehn europäischen Ländern, darunter Deutschland. Deutsche Telekom und SpaceX-Tochter Starlink sprechen von einem integrierten „Everywhere Network“, das terrestrische Netze und Satelliten verbindet.
Technisch entscheidend: Nutzer sollen kein Extra-Gerät brauchen. Kompatible Smartphones können sich künftig direkt mit Starlink-Satelliten verbinden. Fällt das normale Mobilfunksignal weg, soll das Gerät automatisch ins Satellitennetz wechseln – für Daten, Sprache und Messaging. Geplant ist ein Start Anfang 2028, erstmals in Europa mit Starlink-Satelliten der zweiten Generation (V2). Die Telekom wird dabei als erster Partner für den künftigen Direct-to-Device-Dienst genannt, der das Mobile Satellite Service (MSS)-Spektrum nutzt. Vorläufer war ein Betatest bei der US-Tochter T-Mobile.
Jahreszahlen 2025: Mehr als geplant – T-Mobile US liefert
Operativ kam 2025 solide daher. Der Umsatz stieg organisch um 4,2% auf 119,1 Mrd. Euro, das bereinigte EBITDA AL legte organisch um 4,7% auf 44,2 Mrd. Euro zu. Für die Dividendenfähigkeit wichtig: Der Free Cashflow übertraf mit 20,2 Mrd. Euro die eigene Planung. Das bereinigte Nettoergebnis stieg um 3,7% auf 9,7 Mrd. Euro, das bereinigte Ergebnis je Aktie lag bei 2,00 Euro.
Der wichtigste Treiber blieb T-Mobile US. Dort wuchs der Service-Umsatz 2025 um 7,8% auf 71,3 Mrd. US-Dollar, das bereinigte EBITDA AL um 6,8% auf 33,0 Mrd. US-Dollar. Auffällig: 7,8 Mio. Postpaid-Kunden netto im Gesamtjahr (nach 6,1 Mio. im Vorjahr). Im Februar erhöhte die Telekom zudem ihren Anteil an T-Mobile US auf 52,8% und erklärte, 2026 keine Anteile verkaufen zu wollen.
In Deutschland zeigte sich ein gemischtes Bild: Der Gesamtumsatz sank leicht auf 25,6 Mrd. Euro (-0,4%), vor allem wegen geringerer Geräteumsätze. Der Service-Umsatz wuchs organisch um 1,1%, das bereinigte operative Ergebnis stieg um 1,7% auf 10,7 Mrd. Euro.
Dividende, Rückkauf, Ausblick: Die nächsten Fixpunkte
Für 2025 will der Konzern eine Dividende von 1,00 Euro je Aktie vorschlagen – 11% mehr als im Vorjahr. Die Auszahlung ist (vorbehaltlich HV-Zustimmung) für den 8. April 2026 vorgesehen. Parallel läuft das Rückkaufprogramm weiter: Vom 23. bis 27. Februar 2026 wurden 1.140.238 Aktien erworben, seit dem 5. Januar bis einschließlich 27. Februar 2026 summiert sich das auf 11.150.881 Aktien.
Der Ausblick für 2026 ist ambitioniert: Das bereinigte EBITDA AL soll auf rund 47,4 Mrd. Euro steigen (rund +7%), der Free Cashflow AL wird bei etwa 19,8 Mrd. Euro erwartet, das bereinigte Ergebnis je Aktie bei rund 2,20 Euro (rund +10% auf währungsbereinigter Basis). Als nächste Termine stehen der 1. April 2026 (Hauptversammlung) und der 13. Mai 2026 (Q1-Zahlen) im Kalender.
An der Börse spiegelt sich zuletzt eher Ruhe als Euphorie: Heute liegt der Kurs bei 32,89 Euro (-0,12%), über 30 Tage steht jedoch ein Plus von 14% zu Buche. Entscheidend dürften kurzfristig weniger einzelne Handelstage sein, sondern ob der Konzern seine 2026er Ziele bestätigt – mit den nächsten konkreten Wegmarken rund um die Hauptversammlung am 1. April und die Q1-Ergebnisse am 13. Mai 2026.
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