Siemens Energy liefert zum Start ins Geschäftsjahr 2026 einen kräftigen Ergebnis-Sprung ab – und setzt damit ein Ausrufezeichen hinter die aktuelle Nachfrage nach Energieinfrastruktur für Rechenzentren. Besonders erfreulich: Auch bei der lange belastenden Windkrafttochter Siemens Gamesa zeigt sich eine deutliche Stabilisierung. Doch wie nachhaltig ist der Schub? Die Antworten liegen vor allem im Rekord-Auftragsbestand und im bestätigten Ausblick.

  • Umsatz (Q1): 9,7 Mrd. € (+12,8% auf vergleichbarer Basis)
  • Auftragseingang (Q1): 17,6 Mrd. € (Book-to-Bill: 1,82)
  • Auftragsbestand: 146 Mrd. € (Rekord)
  • Nettoergebnis: 746 Mio. € (Vorjahr: 252 Mio. €)

Profitabilität springt – Cashflow auffällig stark

Im ersten Quartal (per Ende Dezember) stieg das Ergebnis vor Sondereffekten auf 1,159 Mrd. Euro, nach 481 Mio. Euro im Vorjahresquartal. Unter dem Strich verdiente Siemens Energy 746 Mio. Euro, fast eine Verdreifachung gegenüber 252 Mio. Euro.

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Zusätzlich fällt der Free Cash Flow vor Steuern von 2,869 Mrd. Euro auf. Ein so hoher Wert stützt das Bild eines sehr starken Quartals, gerade in Kombination mit dem hohen Auftragseingang.

Netztechnik treibt – Gamesa reduziert Verlust deutlich

Das Quartal wurde vor allem von Grid Technologies (Netztechnik) und Gas Services getragen. CEO Christian Bruch verwies dabei auf die hohe Nachfrage nach Netzausrüstung und Gasturbinen für Rechenzentren.

Bei Siemens Gamesa ist die operative Entwicklung klar besser: Der operative Verlust sank von 374 Mio. Euro auf 46 Mio. Euro. Damit verliert die Windkraftsparte deutlich weniger Geld als im Vorjahr – ein wichtiger Faktor, weil sie in der Vergangenheit die Gesamtmarge sichtbar belastet hatte.

Rekord-Auftragsbestand und bestätigte Prognose

Der Auftragsbestand stieg auf 146 Mrd. Euro und markiert damit ein neues Rekordniveau. Im Quartal kamen 17,6 Mrd. Euro an neuen Aufträgen hinzu – das Book-to-Bill von 1,82 signalisiert, dass deutlich mehr hereinkam als umgesetzt wurde.

Für das Gesamtjahr 2026 bestätigte das Management die Prognose: Umsatzwachstum von 11 bis 13% sowie eine Gewinnmarge vor Sondereffekten von 9 bis 11%. Zusätzlich nennt das Unternehmen als Ziel für das Gesamtjahr ein Nettoergebnis von 3 bis 4 Mrd. Euro.

Im Markt kam das gut an: JPMorgan erhöhte das Kursziel von 160 auf 200 Euro und blieb bei „Overweight“. Im Handelsverlauf markierte die Aktie zudem ein neues Allzeithoch bei über 163 Euro.

Zum Abschluss bleibt festzuhalten: Ein Rekord-Auftragsbestand, starkes Margenmomentum und die deutliche Verlustreduktion bei Gamesa untermauern den positiven Start – und der bestätigte Jahresausblick setzt den Rahmen, an dem sich die nächsten Quartale messen lassen müssen.

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