Deutsche Bank Aktie: Unerwartete Entwicklungen?
Rekordgewinn, abgeschlossener Rechtsstreit — und eine neue Milliardenklage aus der eigenen Belegschaft. Der Geschäftsbericht der Deutschen Bank für 2025 lieferte am Donnerstag gleich mehrere Nachrichten auf einmal. Die Märkte reagierten gespalten.
Starke Zahlen, klarer Wachstumskurs
Mit einem Rekordvorsteuergewinn von 9,7 Milliarden Euro und Nettoerträgen von 32,1 Milliarden Euro — ein Plus von sieben Prozent gegenüber dem Vorjahr — hat das Institut 2025 das stärkste Ergebnis seiner jüngeren Geschichte eingefahren. Alle vier Geschäftsbereiche verzeichneten zweistelliges Gewinnwachstum. Besonders die Corporate Bank stach heraus: Ihr Vorsteuergewinn stieg um 24 Prozent auf 2,6 Milliarden Euro.
Für 2026 peilt das Management Konzernerträge von rund 33 Milliarden Euro an. Die Aufwand-Ertrag-Relation soll unter 65 Prozent bleiben, die Risikovorsorge leicht sinken. Parallel läuft ein Aktienrückkaufprogramm, die Ausschüttungsquote soll ab diesem Jahr auf 60 Prozent steigen.
Alte Last weg, neue Risiken da
Das jahrelange juristische Nachspiel der Postbank-Übernahme von 2010 ist formal beendet. Der Bundesgerichtshof wies eine Nichtzulassungsbeschwerde der Bank ab und bestätigte damit höhere Entschädigungsansprüche früherer Aktionäre. Die verbleibenden Zahlungsverpflichtungen von rund 112 Millionen Euro sind vollständig durch bestehende Rückstellungen gedeckt — ohne Ergebnisbelastung.
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Gleichzeitig offenbarte der Geschäftsbericht eine neue Rechtsfront. Vier frühere Mitarbeiter fordern insgesamt mehr als 800 Millionen Dollar Schadensersatz wegen angeblicher Reputationsschäden im Zusammenhang mit Transaktionen, die Deutsche Bank 2008 mit der italienischen Monte dei Paschi tätigte. Die Banker waren damals in Italien wegen angeblicher Kollusion zur Verschleierung von Verlusten verurteilt worden — Urteile, die 2022 aufgehoben wurden. Nun machen sie die Bank für ihre damalige Rolle verantwortlich. Ein fünfter Banker klagt zusätzlich vor einem Frankfurter Gericht auf 152 Millionen Euro; das Verfahren soll noch 2026 verhandelt werden.
Die Deutsche Bank bezeichnete sämtliche Forderungen als „ohne Begründung" und kündigte eine entschlossene Verteidigung an. Ob Rückstellungen gebildet wurden, ließ das Institut bewusst offen — eine Offenlegung könnte laut Bank den Ausgang der Verfahren gefährden.
Private Credit als Wachstums- und Risikofaktor
Ein weiteres Thema, das Investoren beschäftigt: Das Private-Credit-Portfolio wuchs 2025 um rund sechs Prozent auf knapp 26 Milliarden Euro. Analysten von Morningstar DBRS erwarten für 2026 eine Verschlechterung der Kreditqualität in diesem Segment — Margenkompression und steigende Verschuldung der Kreditnehmer gelten als zentrale Risikofaktoren in der gesamten Branche.
Die Kombination aus Private-Credit-Wachstum und neuen Rechtsunsicherheiten belastete die Aktie am Donnerstag merklich. Mit einem aktuellen Kurs von 25,31 Euro liegt das Papier rund 25 Prozent unter dem Jahreshoch von 33,81 Euro vom 5. Januar. Auf Jahressicht bleibt die Performance mit einem Plus von knapp 19 Prozent dennoch positiv — das Bild zeigt eine Aktie, die nach einem starken Lauf unter zunehmendem Gegenwind steht.
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