Zur großen Überraschung von absolut niemandem hat ein Berufungsgericht in St. Petersburg einmal mehr im Sinne des russischen Strabag-Aktionärs Rasperia Trading Limited und damit gegen die russische Tochter der Raiffeisen Bank International (RBI) geurteilt. Damit wird ein Urteil aus dem Dezember rechtskräftig, welches die Zahlung von Schadenersatz in Höhe von 339 Millionen Euro vorsieht, berichtet "Vienna Online".

Die Raiffeisen Bank argumentierte im Verfahren noch damit, dass Rasperia laut einem Gerichtsbeschluss in Kaliningrad ihre Anteile an Strabag nach russischem Recht auf die Raiffeisen Bank Russland überschrieben habe und daher kein Anrecht auf später beschlossene Dividenden bestehe. Das fand vor Gericht aber offenbar kein Gehör. Bereits in der Vergangenheit wurde die russische Tochter zu Schadenersatzzahlung von etwas mehr als zwei Milliarden Euro verdonnert.

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Überschaubare Auswirkungen für die Raiffeisen Bank

Auf den österreichischen Mutterkonzern hat das neuerliche Urteil nur bedingt Auswirkungen. Dort wurde die russische Tochter schon längst aus der Bilanz abgeschrieben. Die RBI betonte schon in der Vergangenheit, dass die eigene harte Kernkapitalquote selbst dann stabil bleibe, sollte die russische Tochter vollständig wertlos werden. Ohnehin würde das Unternehmen einen Abschied aus Russland begrüßen, was allerdings Moskau ungern zulassen möchte.

Für Anleger bleibt es dabei, dass im Falle der Raiffeisen Bank von der russischen Tochter nicht viel zu erwarten ist. Zwar ist das Unternehme bemüht darum, sich Schadenersatzzahlungen auf die eine oder andere Weise zurückzuholen. Bisher gab es dabei aber keinerlei Erfolge und auf jeden juristischen Schritt außerhalb Russlands folgen zuverlässig neuerliche Drohungen seitens Rasperia.

Belastet

Dass die Aktie der Raiffeisen Bank am Freitagmorgen um 2,5 Prozent auf 37,12 Euro nachgab, ist vermutlich weniger auch Rechtsstreitigkeiten in Russland und sehr viel mehr auf einen allgemein angeschlagenen Markt zurückzuführen. Nach einer kurzen Verschnaufpause haben Sorgen um Energiepreise, Lieferketten und die Konjunktur die Märkte wieder fest im Griff. Im Nahen Osten deutet sich weder mit Blick auf den Irankrieg noch die Sperrung der Straße von Hormus ein baldiges Ende an.

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