Ein historischer Gewinnsprung auf 7,1 Milliarden Euro sollte eigentlich für Feierstimmung sorgen. Stattdessen überschattet der testierte Geschäftsbericht 2025 der Deutschen Bank die operativen Erfolge mit einem teuren Geist aus der Vergangenheit. Eine auf fast eine Milliarde Euro bezifferte Klage ehemaliger Mitarbeiter lenkt den Fokus der Anleger abrupt auf alte Rechtsrisiken.

Auslöser für die negative Marktreaktion sind Forderungen von vier Ex-Bankern in Höhe von rund 800 Millionen US-Dollar sowie eine weitere Klage über 152 Millionen Euro. Die Kläger fordern Schadenersatz für angebliche Reputationsschäden rund um umstrittene Transaktionen mit der italienischen Monte dei Paschi aus dem Jahr 2008. Obwohl das Frankfurter Institut die Ansprüche als völlig überzogen zurückweist, reagierten Marktteilnehmer nervös auf die unklare Rückstellungssituation. Die Papiere gaben am gestrigen Donnerstag auf einen Schlusskurs von 25,64 Euro nach und weiteten ihr Minus auf Wochensicht damit auf 5,07 Prozent aus.

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Operatives Geschäft glänzt

Dabei lesen sich die Kernkennzahlen des abgelaufenen Jahres hervorragend. Der Vorsteuergewinn kletterte 2025 um 84 Prozent auf 9,7 Milliarden Euro. Mit der neuen Strategie „Scaling the Global Hausbank“ will das Management bis 2028 eine Rendite auf das materielle Eigenkapital von über 13 Prozent erreichen. Um die Aktionäre direkt am Erfolg zu beteiligen, läuft ein milliardenschweres Aktienrückkaufprogramm, das allein seit Ende Februar fast sechs Millionen Papiere vom Markt nahm. Zudem soll die Ausschüttungsquote ab 2026 auf 60 Prozent steigen.

Zinsumfeld bremst Euphorie

Neben den neu entflammten juristischen Altlasten dämpft auch das makroökonomische Umfeld die Kauflaune. Der positive Effekt gestiegener Zinsen auf die Nettozinsmargen schwächt sich merklich ab, während allgemeine Konjunktursorgen die Bewertung europäischer Banken belasten. Um hier gegenzusteuern, forciert die Deutsche Bank unter anderem den Ausbau ihres Private-Credit-Portfolios, das zuletzt ein Volumen von fast 26 Milliarden Euro erreichte.

Das Institut beweist mit den Jahreszahlen seine deutliche operative Stärke, kämpft an der Börse aber weiterhin mit juristischen Störfeuern. Der spürbare Abstand zum 50-Tage-Durchschnitt von 31,71 Euro unterstreicht den anhaltenden Abwärtsdruck der Aktie im laufenden Jahr. Neue fundamentale Impulse für eine Neubewertung des Papiers liefert voraussichtlich der 29. April 2026, wenn die Bank ihre Ergebnisse für das erste Quartal präsentiert.

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