Rückkäufe laufen, die Dividende ist terminiert, die Ausschüttungsquote steigt — und der Kurs liegt seit Jahresbeginn rund 25 Prozent im Minus. Die Deutsche Bank schüttet weiter konsequent Kapital an ihre Aktionäre aus, auch wenn das Marktumfeld derzeit wenig Rückenwind liefert.

Milliarden zurück an Aktionäre

Das laufende Aktienrückkaufprogramm für das Geschäftsjahr 2025 umfasst 1,0 Milliarden Euro. Allein in der Woche vom 16. bis 20. März erwarb die Bank gut 6,2 Millionen eigene Aktien. Die kumulierten Kapitalausschüttungen für die Geschäftsjahre 2021 bis 2025 summieren sich damit auf 8,5 Milliarden Euro — und übertreffen das ursprünglich angepeilte Ziel von 8,0 Milliarden Euro.

Ab 2026 soll die Ausschüttungsquote auf 60 Prozent klettern. Zusätzliches Kapital könnte fließen, wenn die harte Kernkapitalquote nachhaltig über 14 Prozent liegt. Die nächste Dividende von 1,00 Euro je Aktie wird am 2. Juni ausgezahlt, der Ex-Tag ist der 29. Mai.

Verhaltener Ausblick, solide Basis

CEO Christian Sewing dämpfte auf der Morgan-Stanley-Konferenz die Erwartungen für das erste Quartal: Das Investmentbanking werde flache Erträge zeigen. An den Jahreszielen — Konzernerträge von rund 33 Milliarden Euro und eine Kosten-Ertrags-Quote unter 65 Prozent — hält das Institut dennoch fest.

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Der Rekordgewinn 2025 von 7,1 Milliarden Euro liefert dafür die Grundlage. 21 Analysten schätzen den Nettogewinn 2026 im Schnitt auf 6,6 Milliarden Euro — ein leichter Rückgang gegenüber dem Vorjahreswert, aber kein Einbruch.

Parallel ordnet die Bank ihre Führungsstruktur neu. Stefan Hoops, bisher DWS-Chef, rückt zum 1. Mai in den Konzernvorstand auf. Marie-Jeanne Deverdun übernimmt zum gleichen Datum das Ressort Technologie, Daten und Innovation — und damit die Nachfolge von Bernd Leukert. Fabrizio Campelli wird ab Juli stellvertretender Vorstandsvorsitzender.

Cum-Ex teilweise beigelegt

Im Cum-Ex-Komplex erzielte die Bank eine Teileinigung: Bei zwei Fonds übernahm sie 29 Millionen Euro der Steuerschuld und überwies den Betrag ans Bundeszentralamt für Steuern. Insgesamt ging es um einen Steuerschaden von mehr als 200 Millionen Euro. Ermittlungen laufen jedoch weiter, die Einigung schafft also nur partielle Klarheit.

Am 29. April legt der Vorstand die Zahlen für das erste Quartal vor. Dann zeigt sich, ob das Institut trotz des verhaltenen Investmentbanking-Ausblicks auf Kurs in Richtung seiner Jahresziele bleibt.

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