Umsatz und Auftragseingang gewachsen, operativer Gewinn auf dem Papier eingebrochen – und die Dividende spürbar gekürzt. Die Jahreszahlen 2025 von Jungheinrich wirken auf den ersten Blick ernüchternd, lassen sich aber nicht ohne Weiteres mit dem Vorjahr vergleichen.

Was hinter dem Gewinnrückgang steckt

Das bereinigte Bild fällt deutlich freundlicher aus. Der Umsatz stieg 2025 um 2,0 Prozent auf 5,5 Milliarden Euro, der Auftragseingang legte um 1,4 Prozent auf ebenfalls 5,4 Milliarden Euro zu. Das ausgewiesene EBIT brach zwar von 434 auf 228 Millionen Euro ein – verantwortlich dafür waren jedoch Sonderbelastungen von rund 220 Millionen Euro, unter anderem aus dem Verkauf der russischen Tochtergesellschaft und einem internen Umbauprogramm. Bereinigt davon lag das operative Ergebnis bei 448 Millionen Euro und übertraf damit die Analystenerwartungen von 225 Millionen Euro deutlich.

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Auch beim Nettogewinn schlägt der Einmaleffekt durch: Der auf die Aktionäre entfallende Überschuss sank auf 103,6 Millionen Euro nach 289 Millionen Euro im Jahr zuvor. Entsprechend fällt die Ausschüttung aus – je Vorzugsaktie gibt es nur noch 0,29 Euro, gegenüber 0,80 Euro für 2024. Analysten hatten immerhin 0,39 Euro erwartet. Das dürfte bei einigen Anteilseignern für Unmut sorgen.

Geografisch entwickelte sich das Geschäft ungleichmäßig: Während die Inlandserlöse zurückgingen, wuchs das Auslandsgeschäft um 3,8 Prozent. Die Auslandsquote kletterte auf 80 Prozent. Neugeschäft und Service legten zu, das Mietgeschäft hingegen schwächelte.

Ausblick 2026: Stabilität mit Aufwärtspotenzial beim Ergebnis

Für das laufende Jahr 2026 zeigt sich das Management zuversichtlich. Der Auftragseingang wird zwischen 5,4 und 6,0 Milliarden Euro erwartet, der Umsatz in einer Spanne von 5,2 bis 5,8 Milliarden Euro. Das EBIT soll auf 380 bis 450 Millionen Euro steigen – was einer Marge von 7,2 bis 8,0 Prozent entspräche und eine klare Erholung gegenüber dem Vorjahreswert signalisiert. Voraussetzung bleibt allerdings, dass sich geopolitische Lage und Lieferketten stabil halten.

Personalwechsel im Kontrollgremium

Parallel zu den Zahlen gibt es Bewegung im Aufsichtsrat. Andreas Umbach soll auf der Hauptversammlung am 19. Mai als neues Mitglied gewählt und anschließend zum Vorsitzenden des Gremiums ernannt werden. Er übernimmt das Amt von Kathrin Dahnke, die den Posten nach dem vorzeitigen Ausscheiden ihres Vorgängers Ende 2025 interimistisch bekleidet hatte. Der 62-jährige Umbach bringt damit frische Führung in das Kontrollgremium – zum Zeitpunkt, an dem das Unternehmen gerade den Umbau hinter sich lässt und wieder in die Offensive gehen will.

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