Ein tieferer Einblick in die Bücher der Deutschen Bank sorgt an den Märkten für spürbare Nervosität. Der jüngste Jahresbericht offenbart ein milliardenschweres Engagement im lukrativen, aber komplexen Private-Credit-Sektor. Während das Management die Situation als strategischen Wachstumstreiber verteidigt, strafen Anleger den Titel ab und schicken den Kurs deutlich nach unten.

Fokus auf den Private-Credit-Markt

Konkret weist das Institut ein Exposure von rund 26 Milliarden Euro gegenüber dem Private-Credit-Markt aus. Das entspricht immerhin fünf Prozent des gesamten Kreditbuchs der Bank. Besonders auffällig ist dabei der Anstieg im Technologiesektor, wo sich das Volumen auf 15,8 Milliarden Euro erhöhte. Die Reaktion der Börse auf diese Offenlegung fiel eindeutig aus. Aktuell notiert das Papier bei 25,16 Euro und verbucht damit einen Tagesverlust von 2,22 Prozent. Seit Jahresbeginn summiert sich das Minus der Aktie sogar auf gut 25 Prozent.

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Interessanterweise teilen Branchenexperten die Sorgen der Aktionäre nur bedingt. Die Analysten von Kepler Cheuvreux bewerten das Portfolio als gut gesteuert und sehen keinen Grund zur Beunruhigung. Tatsächlich sind rund 73 Prozent der Engagements durch Asset-Backed Securities abgesichert. Diese fußen auf US- und EU-Mittelstandskrediten mit konservativen Beleihungsquoten von rund 65 Prozent. Das Management der Deutschen Bank sieht in dem Sektor folglich keine Bedrohung. Das Institut plant im Gegenteil, sein Angebot in diesem Bereich durch regionale Expansion und neue digitale Anlagelösungen weiter auszubauen.

Stühlerücken in der Führungsetage

Parallel zu den strategischen Weichenstellungen im Kreditgeschäft formiert sich die Führungsebene neu. Ab dem 1. Mai rückt DWS-Chef Stefan Hoops zusätzlich in den Konzernvorstand auf. Zeitgleich übernimmt Marie-Jeanne Deverdun das Ressort Technology, Data and Innovation von Bernd Leukert. Ab Juli wird zudem Fabrizio Campelli, der weiterhin die Unternehmens- und Investmentbank leitet, neuer stellvertretender Vorstandsvorsitzender. Diese personellen Anpassungen sollen die langfristige Transformation zur dominierenden europäischen Hausbank bis 2028 flankieren.

Für die weitere Kursentwicklung rückt nun die Risikovorsorge in den Mittelpunkt. Sobald das Institut am 29. April die Zahlen für das erste Quartal vorlegt, werden Investoren genau prüfen, ob die konservativen Kreditstandards der aktuellen Marktlage standhalten. Ein stabiles Portfolio könnte dann den Weg für die geplante Erhöhung der Ausschüttungsquote auf 60 Prozent ab dem Jahr 2026 ebnen und eine fundamentale Neubewertung der Aktie anstoßen.

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