Für Anleger von FS KKR Capital braut sich derzeit eine gefährliche Mischung zusammen. Nach einem massiven Quartalsverlust und der Herabstufung der Kreditwürdigkeit auf Ramschniveau rückt nun auch die juristische Aufarbeitung in den Fokus. Eine Anwaltskanzlei prüft, ob das Management kritische Entwicklungen im Kreditportfolio zu spät kommuniziert hat.

Rote Zahlen und juristische Fragen

Auslöser für die aktuellen Ermittlungen der Kanzlei Frank R. Cruz sind die enttäuschenden Ergebnisse für das abgelaufene Geschäftsjahr. Im vierten Quartal 2025 verbuchte das Unternehmen einen Nettoverlust von 114 Millionen US-Dollar. Auf das Gesamtjahr gerechnet blieb lediglich ein Gewinn von 11 Millionen US-Dollar übrig – ein Wert, der die Markterwartungen deutlich verfehlte.

Im Zentrum der juristischen Prüfung steht nun der drastische Rückgang des Nettoinventarwerts (NAV). Die Ermittler wollen klären, ob Investoren rechtzeitig über den sprunghaften Anstieg ausfallgefährdeter Kredite informiert wurden.

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Qualität des Portfolios sinkt

Die Sorgen der Anleger werden durch eine frische Bewertung von außen untermauert. Am Dienstag senkte Moody’s das Rating für unbesicherte vorrangige Verbindlichkeiten von Baa3 auf Ba1. Damit rutschen die Schuldenpapiere offiziell in den spekulativen Bereich. Die Ratingagentur begründet diesen Schritt mit einer branchenweit unterdurchschnittlichen Qualität der Vermögenswerte.

Konkret kletterte der Anteil der Kredite, bei denen Kreditnehmer ihre Zahlungen eingestellt haben, bis Ende 2025 auf 5,5 Prozent des Gesamtportfolios. Das ist einer der höchsten Werte unter den bewerteten Business Development Companies (BDCs). Zusätzlich moniert Moody’s die hohe Verschuldung und den großen Anteil an Krediten, bei denen Zinsen nicht in bar, sondern in Form neuer Schulden beglichen werden.

Liquiditätsdruck nimmt zu

An der Börse hinterlässt diese Entwicklung tiefe Spuren. Gestern schloss das Papier bei 10,41 US-Dollar und setzt damit einen Abwärtstrend fort. Dieser hatte bereits an Fahrt aufgenommen, als das Unternehmen Anfang des Jahres die Quartalsdividende von 0,70 auf 0,48 US-Dollar kürzte.

Neben den hausgemachten Problemen kämpft das Management mit Gegenwind im gesamten privaten Kreditsektor. Besorgte Privatanleger ziehen zunehmend Kapital ab, insbesondere aus Angst vor Ausfällen bei Software-Krediten. Zusammen mit den zu erwartenden höheren Refinanzierungskosten durch das schwächere Moody's-Rating verengt sich der finanzielle Spielraum für das Unternehmen zusehends.

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