Großanleger greifen zu, doch die Charttechnik mahnt zur Vorsicht. Während die Deutsche Bank in ihrem jüngsten Strategie-Update auf das enorme Potenzial digitaler Vermögenswerte setzt, sendet der Kursverlauf kurzfristig widersprüchliche Signale. Anleger müssen nun abwägen: Wiegt das Vertrauen institutioneller Investoren schwerer als die drohende technische Konsolidierung?

  • Institutioneller Einstieg: Generali Asset Management baut Position aus.
  • Technische Warnung: „Shooting Star“-Formation deutet auf mögliche Umkehr hin.
  • Wachstumsfeld: Bank prognostiziert Billionen-Markt für Tokenisierung.

Charttechnik trifft auf Big Money

Die Ausgangslage könnte kaum gegensätzlicher sein. Einerseits signalisieren große Marktteilnehmer Vertrauen: Am 2. Januar 2026 wurde bekannt, dass Generali Asset Management die Beteiligung an der Deutschen Bank erhöht hat. Solche Zukäufe gelten oft als fundamentale Bestätigung des eingeschlagenen Turnaround-Kurses.

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Andererseits trübt sich das kurzfristige Bild ein. Trotz eines freundlichen Handelsausklangs am Freitag (+1,36 % auf 33,56 Euro) verlor das Papier auf Wochensicht über 15 Prozent an Wert. Besonders die Ausbildung eines sogenannten „Shooting Star“ im Chartbild bereitet Analysten Sorge. Diese Kerzenformation tritt häufig am Ende von Aufwärtsbewegungen auf und gilt in der technischen Analyse als Indikator für eine mögliche Trendumkehr nach unten. Der Abstand zum 50-Tage-Durchschnitt ist auf gut 5 Prozent geschmolzen, was die technische Anspannung verdeutlicht.

Wette auf die digitale Zukunft

Abseits der kurzfristigen Kursschwankungen richtet das Geldhaus den Blick auf neue Einnahmequellen. In einem am Sonntagmorgen veröffentlichten Ausblick identifiziert die Bank die Tokenisierung realer Vermögenswerte (Real World Assets, RWA) als strategischen Wachstumstreiber.

Die Prognose ist ambitioniert: Das Marktvolumen für diese digitalen Assets soll von aktuell 33 Milliarden US-Dollar bis zum Jahr 2030 auf bis zu 2 Billionen US-Dollar anwachsen. Mit dieser Positionierung versucht das Institut, sich unabhängiger vom klassischen Zinsgeschäft zu machen und an der Blockchain-Ökonomie zu partizipieren. Diese langfristige Fantasie steht im Kontrast zur aktuellen Marktstimmung, die bereits viele positive Entwicklungen des erfolgreichen Jahres 2025 eingepreist hat.

Der Blick richtet sich auf Ende Januar

Die Entscheidung über die weitere Kursrichtung dürfte spätestens mit den kommenden Quartalszahlen fallen. Am Donnerstag, den 29. Januar 2026, öffnet die Deutsche Bank ihre Bücher für das vierte Quartal 2025. Der Markt erwartet derzeit einen Gewinn je Aktie von 0,72 US-Dollar bei einem Umsatz von 7,71 Milliarden US-Dollar. Bis zu diesem Termin dürfte die Aktie in einer volatilen Seitwärtsbewegung verharren, eingeklemmt zwischen der Unterstützung durch institutionelle Käufe und den technischen Widerständen um die 34-Euro-Marke.

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