Auf der Morgan Stanley European Financials Conference sendete CEO Christian Sewing klare Signale für das laufende erste Quartal. Ungünstige Währungsentwicklungen belasten die voraussichtlichen Erträge im Handelsgeschäft der Deutschen Bank. Anleger reagieren auf die gedämpfte Prognose weitgehend besonnen, was darauf hindeutet, dass der Markt nach dem schwachen Jahresstart bereits niedrigere Erwartungen eingepreist hatte.

Konkret rechnet das Management mit einem Rückgang im Bereich Fixed Income. Steigende Einnahmen aus dem Beratungs- und Emissionsgeschäft sollen diese Lücke jedoch schließen. Dadurch dürften die Gesamterträge der Investmentbank im Jahresvergleich voraussichtlich stagnieren. Sewing relativierte die Warnung umgehend: Bereinigt um Wechselkurseffekte verzeichne das Handelsgeschäft durchaus Wachstum. Zudem misst sich das aktuelle Quartal an einer extrem hohen Basis, da der Jahresauftakt 2025 für das Institut außergewöhnlich stark ausgefallen war.

Tatsächlich liegt die Messlatte hoch. Im abgelaufenen Geschäftsjahr erzielte die Bank mit 7,1 Milliarden Euro den höchsten Nettogewinn ihrer Geschichte. Dennoch steht das Papier an der Börse deutlich im Minus. Mit einem Wertverlust von 22,90 Prozent seit Jahresanfang spiegelt der aktuelle Kurs von 25,88 Euro eine gewisse Skepsis wider. Ein Grund dafür ist das wachsende Engagement im Private-Credit-Bereich. Hier stehen Kredite in Höhe von rund 26 Milliarden Euro in den Büchern. Obwohl das Management keine wesentlichen direkten Ausfallrisiken sieht, werten Marktbeobachter dieses Segment aufgrund verschärfter Prüfungsstandards als potenziellen Unsicherheitsfaktor.

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Ambitionierte Ziele bis 2028

Um das Vertrauen der Aktionäre langfristig zu stärken, setzt die Führungsebene auf die neue Strategiephase. Bis 2028 soll die Nachsteuer-Eigenkapitalrendite auf über 13 Prozent klettern. Für Investoren besonders relevant ist die geplante Ausschüttungsquote von 60 Prozent ab 2026. Voraussetzung dafür bleibt eine harte Kernkapitalquote von nachhaltig über 14 Prozent. Für das laufende Gesamtjahr rechnet die Bank mit Nettoerträgen von rund 33 Milliarden Euro, wobei leicht steigende Investitionskosten durch eine niedrigere Risikovorsorge im Kreditgeschäft abgefedert werden sollen.

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