CEO Christian Sewing trat gestern auf der Morgan Stanley European Financials Conference auf — und lieferte eine nüchterne Botschaft: Die Erträge im ersten Quartal 2026 dürften stagnieren. Geopolitische Belastungen, allen voran die wirtschaftlichen Folgen des Iran-Kriegs, drücken auf das Ergebnis. Die Aktie reagierte mit Verkaufsdruck.

Der Kontrast zur jüngsten Vergangenheit ist dabei bemerkenswert. Die Deutsche Bank schloss 2025 mit dem profitabelsten Jahr ihrer Geschichte ab — Vorsteuergewinn von 9,7 Milliarden Euro, Nettoerlöse von 32,1 Milliarden Euro, eine Eigenkapitalrendite von 10,3 Prozent. Gemessen daran hat die Aktie mit einem Minus von über 21 Prozent seit Jahresbeginn erheblich an Boden verloren.

Barclays hält an Overweight fest

Barclays-Analystin Flora Bocahut bezeichnete die Q1-Prognose in einer gestrigen Studie zwar als enttäuschend, bestätigte jedoch die Einstufung „Overweight" mit einem Kursziel von 39 Euro. Das entspräche gegenüber dem aktuellen Kurs von 26,46 Euro einem Aufwärtspotenzial von knapp 50 Prozent. Barclays hebt dabei die Resilienz im Investment Banking hervor und sieht die Bewertung trotz des kurzfristigen Gegenwinds als attraktiv.

Mittelfristige Ziele bleiben ambitioniert

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Jenseits des schwachen Quartalsauftakts rückt das Management die strategischen Ziele für den Zeitraum bis 2028 in den Vordergrund. Die Eigenkapitalrendite soll von aktuell 10,3 auf über 13 Prozent steigen. Die Ausschüttungsquote soll ab 2026 auf 60 Prozent klettern — flankiert von einer Dividende von 1,00 Euro je Aktie und einem Aktienrückkaufprogramm über eine Milliarde Euro.

Risiken bleiben allerdings präsent. Rückstellungen für Gewerbeimmobilienkredite stiegen auf 488 Millionen Euro, getrieben von US-Engagements in Märkten wie New York und San Francisco, wo höhere Zinsen die Refinanzierung belasten. Hinzu kommen Unsicherheiten rund um US-Zölle und die Abhängigkeit von der deutschen Exportindustrie.

Die anstehenden Q1-Zahlen werden zeigen, wie tief die Delle tatsächlich ausfällt. Für das Gesamtjahr 2026 peilt das Management Konzernerträge von rund 33 Milliarden Euro an — leicht über dem Vorjahresniveau.

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