Deutsche Bank Aktie: CFO-Wechsel mit Ambitionen
Stagnation im ersten Quartal, aber die Jahresziele stehen — und die Aktie reagierte auf Christian Sewings nüchterne Einschätzung bei der Morgan Stanley European Financials Conference gelassen. Gleichzeitig vollzieht die Deutsche Bank einen Führungswechsel, der das Kapitalmanagement der kommenden Jahre prägen dürfte.
Sewings Botschaft aus London
Am 17. März sprach CEO Christian Sewing offen über das laufende Quartal: Die Gesamterlöse der Investmentbank dürften im Vergleich zum Vorjahr flach bleiben. Steigende Einnahmen aus dem Emissions- und Beratungsgeschäft sollen den Rückgang im Festzinsbereich ausgleichen. Sewing räumte dabei ein, dass das erste Quartal 2025 eine besonders hohe Vergleichsbasis gesetzt hatte.
Trotz der gedämpften Kurzfristperspektive betonte er die Stabilität der Jahresprognose: rund 33 Milliarden Euro Konzernerträge für 2026, bei einer Kosten-Ertrags-Quote unter 65 Prozent.
Neuer CFO, Wall-Street-Erfahrung
Raja Akram übernimmt im März 2026 offiziell das Finanzressort. Der Bankprofi kommt von Morgan Stanley, wo er seit 2020 als stellvertretender CFO tätig war — davor verbrachte er 14 Jahre bei der Citigroup, unter anderem als Chief Accounting Officer. Akram folgt auf James von Moltke und soll mehr Wall-Street-Präzision ins Kapitalmanagement einbringen.
Das Ziel ist konkret: eine Eigenkapitalrendite von über 13 Prozent bis 2028. Zum Vergleich: 2025 lag sie bei 10,3 Prozent — im profitabelsten Jahr der Bankengeschichte, mit einem Vorsteuergewinn von 9,7 Milliarden Euro.
Private Credit als Risikofaktor
Ein Bereich, den Investoren aufmerksam verfolgen, ist das Private-Credit-Portfolio. Es wuchs bis Ende 2025 auf rund 25,9 Milliarden Euro, gegenüber 24,5 Milliarden Euro im Vorjahr. Die Anlageklasse steht unter Druck — durch Fondsrücknahmen, verschärfte Prüfungsstandards und steigende Zinsen, die vor allem US-Gewerbeimmobilien in Märkten wie New York und San Francisco belasten. Die Rückstellungen für entsprechende Kredite kletterten auf 488 Millionen Euro.
Die Aktie notiert aktuell bei 25,12 Euro und damit rund 26 Prozent unter dem Jahreshoch von 33,81 Euro vom 5. Januar. Analysten erwarten für 2026 einen Gewinn von 3,37 Euro je Aktie. Mit einer bestätigten Jahresprognose, einer Ausschüttungsquote von 60 Prozent ab 2026 und einem verlängerten CEO-Vertrag bis April 2029 hat die Bank die strategische Kontinuität klar signalisiert — die Umsetzung des RoTE-Ziels bis 2028 liegt nun wesentlich in Akrams Händen.
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