Ein Aktienrückkauf im großen Stil trifft auf gemischte Jahreszahlen – und trotzdem reagiert der Markt mit deutlichem Kursauftrieb. Was steckt hinter der Offensive?

Dermapharm hat heute angekündigt, bis zu 4,3 Millionen eigene Aktien zu einem Festpreis von 42 Euro je Titel zurückzukaufen. Das entspricht rund acht Prozent des gesamten Grundkapitals und einem Gesamtvolumen von bis zu 180,6 Millionen Euro. Die Annahmefrist läuft von morgen, dem 11. März, bis zum 24. März. Die zurückgekauften Papiere sollen anschließend eingezogen werden – das Grundkapital schrumpft damit dauerhaft.

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Der angebotene Preis liegt rund zehn Prozent über dem Xetra-Schlusskurs vom Wochenanfang. Kein Wunder also, dass die Aktie heute zeitweise auf den höchsten Stand seit fast einem Jahr kletterte.

Zahlen mit Licht und Schatten

Die gleichzeitig veröffentlichten vorläufigen Jahreszahlen für 2025 liefern ein zweigeteiltes Bild. Das bereinigte operative Ergebnis (Ebitda) stieg gegenüber dem Vorjahr um 2,9 Prozent auf 324,8 Millionen Euro, die entsprechende Marge verbesserte sich um 1,2 Prozentpunkte auf 27,9 Prozent. Die Profitabilität zieht also an – trotz rückläufiger Erlöse.

Der Umsatz sank nämlich um 1,3 Prozent auf knapp 1,17 Milliarden Euro. Verantwortlich dafür ist der bewusste Rückzug aus dem Parallelimportgeschäft: Dabei werden Originalmedikamente in günstigeren Märkten eingekauft und hierzulande weiterverkauft – ein Modell mit geringen Margen, das Dermapharm schrittweise abbaut.

Analyst Fabian Piasta von Jefferies bleibt gleichwohl skeptisch. Beide Kennzahlen hätten nur den unteren Rand des unternehmenseigenen Zielkorridors erreicht, und auch das Schlussquartal habe die Erwartungen verfehlt. Sein Kursziel von 34 Euro und die Einstufung „Hold" ließ er unverändert. Zudem weist er auf eine strukturelle Folge des Rückkaufs hin: Da die Beier Holding bereits rund 77 Prozent der Anteile hält, sinkt der Streubesitz durch die Maßnahme auf nur noch etwa 15 Prozent – die Handelsliquidität der Aktie nimmt damit spürbar ab.

Tochter Arkopharma bleibt Schwachstelle

Ein Hauptgrund für die verhaltenen Quartalsergebnisse dürfte die französische Tochtergesellschaft Arkopharma sein, die auf pflanzliche Arzneimittel und Nahrungsergänzungsmittel spezialisiert ist. Die dort laufenden Restrukturierungen und Anpassungen des Geschäftsmodells brauchen offenbar noch Zeit, um sich in den Zahlen niederzuschlagen.

Positiv zu werten ist hingegen die im Jahresverlauf 2025 erkennbare Margenverbesserung – ein Indiz dafür, dass der Umbau des Produktportfolios im Kernsegment greift. Für mwb Research signalisiert der großvolumige Rückkauf zudem das Vertrauen des Managements in die eigene Finanzlage.

Die endgültigen Jahreszahlen folgen am 31. März – dann dürfte klarer werden, ob die operative Trendwende tatsächlich nachhaltig ist.

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