Bayer Aktie: Steckt fest!
Die Bayer-Aktie hält sich trotz schwieriger Rahmenbedingungen über der Marke von 37 Euro. Operativ liefert die Pharma-Sparte erste Fortschritte, während die Rechtsrisiken das Bild weiterhin dominieren. Zwei Termine im April und Juni werden zeigen, ob der Konzern den Turnaround glaubwürdig machen kann.
Pharma liefert, Agrarsparte belastet
In Japan sicherte sich Bayer diese Woche zwei Vertriebsgenehmigungen für Medikamente — ein konkreter Schritt in der Strategie von CEO Bill Anderson, die Pipeline effizienter zu monetarisieren. Auch das Herzmedikament Beyonttra gewinnt nach seiner EU-Einführung an Bedeutung. Analysten werten diese Entwicklungen als notwendiges Gegengewicht zu den anhaltenden Belastungen im Agrargeschäft.
Für 2026 peilt Bayer einen währungsbereinigten Konzernumsatz zwischen 45 und 47 Milliarden Euro an. Allerdings drückt die Last der Rechtsstreitigkeiten weiterhin auf die Bilanz: Der Nettoverlust 2025 belief sich auf 3,62 Milliarden Euro, die Nettofinanzverschuldung lag Ende des Jahres bei rund 29,8 Milliarden Euro. Klagebedingte Auszahlungen von rund fünf Milliarden Euro werden allein für dieses Jahr erwartet — weshalb die Dividende auf dem gesetzlichen Minimum von 0,11 Euro je Aktie bleibt.
Zwei Termine bestimmen den Ausblick
Am 24. April findet die Hauptversammlung statt. Auf der Agenda steht die Wahl neuer Aufsichtsratsmitglieder: Bayer hat Marcel Smits und Alfred Stern als Kandidaten vorgeschlagen. Investoren erhoffen sich von der personellen Neuaufstellung Impulse für den laufenden Umbau des Konzerns.
Drei Tage später, am 27. April, beginnt die Anhörung vor dem US Supreme Court im Fall „Monsanto v. Durnell". Eine Entscheidung wird für Juni erwartet. Das Urteil könnte die rechtliche Grundlage für tausende laufende Glyphosat-Klagen grundlegend verändern — und damit den größten Unsicherheitsfaktor für die Aktie entweder entschärfen oder verschärfen.
Charttechnisch notiert die Aktie mit einem RSI von 29 im überverkauften Bereich und liegt rund elf Prozent unter dem 50-Tage-Durchschnitt. Goldman Sachs und UBS sehen mittelfristige Kursziele zwischen 39,67 und über 44 Euro — jeweils unter der Bedingung, dass operative Pharmaziele erreicht werden und sich beim Glyphosat-Komplex eine Entspannung abzeichnet.
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