Zum Jahresausklang geriet das Papier erneut unter Druck, belastet von einer Welle an Erinnerungen zu laufenden Sammelklagen. Doch CEO Johan Wattenström will den Kursrutsch nicht hinnehmen und veröffentlichte einen Brief zur Verteidigung der Firmenbewertung. Während Anleger aufgrund verfehlter Prognosen vorsichtig bleiben und die Aktie gestern rund 5 Prozent verlor, verweist das Management auf eine Diskrepanz zwischen Börsenwert und Bilanzsubstanz.

Juristischer Gegenwind

Verantwortlich für die schlechte Stimmung am letzten Handelstag des Jahres 2025 waren vor allem Nachrichten großer Anlegerschutzkanzleien wie The Gross Law Firm und Rosen Law Firm. Diese erinnerten Investoren nachdrücklich an die Frist bis zum 30. Januar 2026, um sich als Hauptkläger für eine Sammelklage zu melden. Der Aktienkurs fiel daraufhin am 31. Dezember auf rund 0,76 US-Dollar.

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Ursprung der juristischen Auseinandersetzung sind die Quartalszahlen vom November 2025. Damals musste DeFi Technologies einen Umsatzrückgang von fast 20 Prozent melden und die Jahresprognose drastisch von 218,6 Millionen auf rund 116,6 Millionen US-Dollar kappen. Den Vorwurf, Risiken im Arbitrage-Geschäft und Konkurrenzdruck verschwiegen zu haben, strafte die Börse bereits im November mit einem Kurseinbruch von über 27 Prozent ab.

Das Argument der Unterbewertung

In einer strategischen Gegenoffensive argumentiert CEO Johan Wattenström nun, dass die aktuelle Marktkapitalisierung von etwa 286 Millionen US-Dollar das Unternehmen fundamental unterbewertet. Seine Rechnung stützt er auf die liquiden Mittel: Zum Ende des dritten Quartals verfügte das Unternehmen über 165,7 Millionen US-Dollar in Barreserven und digitalen Assets sowie weitere 44 Millionen US-Dollar in Venture-Investments.

Zieht man diese liquiden Werte vom Börsenwert ab, bewertet der Markt das operative Kerngeschäft – inklusive der Tochtergesellschaften Valour und Stillman Digital – implizit mit lediglich rund 76 Millionen US-Dollar. Wattenström bezeichnet dies als "Bewertungs-Disconnect", zumal das Unternehmen schuldenfrei ist. Für 2026 plant das Management die Einführung von "Valour Custody" als eigenständigen Geschäftszweig sowie die Expansion nach Lateinamerika und in den Nahen Osten.

Blick auf die Charttechnik

Für Anleger bleibt die Lage kurzfristig angespannt. Der Stichtag für die Sammelklagen am 30. Januar 2026 dürfte weiterhin für negative Schlagzeilen sorgen und das Aufwärtspotenzial begrenzen. Technisch orientierte Marktteilnehmer achten nun genau auf die Unterstützungsmarke bei 0,70 US-Dollar. Ein Bruch dieses Niveaus könnte weiteren Verkaufsdruck auslösen, während eine Stabilisierung oberhalb dieser Zone dem Management Zeit verschaffen würde, das verspielte Vertrauen durch operative Erfolge zurückzugewinnen.

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