D-Wave Quantum hat am 26. Februar 2026 die Geschäftszahlen für 2025 vorgelegt – und die Reaktion folgte prompt. Trotz Rekordumsatz und milliardenschwerer Übernahme brach die Aktie am 27. Februar um mehr als 11% ein. Der Grund: Die Verluste wachsen schneller als die Erlöse.

Umsatz verdreifacht, Verluste verdoppelt

Im Gesamtjahr 2025 steigerte D-Wave den Umsatz um 179% auf 24,6 Millionen Dollar. Klingt beeindruckend – ist aber vor dem Hintergrund der Kostenseite ernüchternd. Der Verlust je Aktie wuchs um 48% auf 1,11 Dollar. Noch drastischer: Der negative Free Cashflow schwoll um 69% auf 75,8 Millionen Dollar an.

Die Auftragseingänge sanken um 22% auf 18,7 Millionen Dollar. Allerdings war das Vorjahr durch einen einmaligen Systemverkauf im zweistelligen Millionenbereich verzerrt worden. Im vierten Quartal verfehlte D-Wave die Erwartungen mit einem bereinigten Nettoverlust von 0,09 Dollar je Aktie – Analysten hatten mit 0,06 Dollar gerechnet.

Starker Jahresstart mit Großaufträgen

Das Unternehmen verfügt dennoch über eine solide Liquiditätsbasis. Ende 2025 standen 635,3 Millionen Dollar Barmittel und weitere 249,1 Millionen Dollar in marktfähigen Wertpapieren in den Büchern – insgesamt mehr als 884 Millionen Dollar.

Hoffnung macht der Jahresauftakt 2026. Zwischen dem Jahreswechsel und dem 25. Februar verzeichnete D-Wave Auftragseingänge von über 32,8 Millionen Dollar. Darunter: ein 20-Millionen-Dollar-System für die Florida Atlantic University und eine zweijährige Enterprise-Lizenz über 10 Millionen Dollar mit einem Fortune-100-Konzern. 2025 bediente D-Wave mehr als 135 Kunden, darunter über zwei Dutzend Forbes-Global-2000-Unternehmen.

Quantum Circuits für 550 Millionen Dollar gekauft

Strategisch setzt D-Wave auf Expansion. Die Übernahme von Quantum Circuits Inc. für 550 Millionen Dollar (300 Millionen in Aktien, 250 Millionen in bar) wurde kürzlich abgeschlossen. Quantum Circuits entwickelt fehlerkorrigierte supraleitende Gate-Modell-Quantencomputer mit Dual-Rail-Qubits, die 90% der auftretenden Fehler identifizieren und Gate-Genauigkeiten von über 99,9% erreichen.

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Die Kombination aus D-Waves kommerziellen Annealing-Systemen und Quantum Circuits' fehlerkorrigierter Technologie soll 2026 in einem ersten Gate-Modell-System münden. D-Wave wird damit zum Dual-Plattform-Anbieter.

Neue Geschäftseinheit für US-Regierungskunden

Parallel baut D-Wave eine eigene Geschäftseinheit für US-Regierungskunden auf. Geleitet wird sie von Jack Sears Jr., der mehr als 25 Jahre Erfahrung im Verteidigungs- und Luftfahrtsektor mitbringt. Eine Zusammenarbeit mit Anduril und Davidson zur Entwicklung quantenklassischer Hybridanwendungen für Luft- und Raketenabwehr läuft bereits. Erste Tests zeigen eine mindestens zehnmal schnellere Lösungszeit und 9–12% bessere Bedrohungseindämmung.

Technologisch meldet D-Wave Fortschritte: Die Nutzung der Advantage2-Systeme stieg um 314%, der Stride-Hybrid-Solver verzeichnete in sechs Monaten ein Plus von 114%.

Umzug nach Florida – FAU als Schlüsselpartner

D-Wave verlegt den Hauptsitz bis Ende 2026 von Palo Alto nach Boca Raton, Florida. Die Florida Atlantic University wird dort für 20 Millionen Dollar einen Advantage2-Quantencomputer installieren. Geplant ist eine D-Wave Quantum Applications Academy für Forschung, Ausbildung und Workforce Development.

Bewertung bleibt astronomisch

Die Aktie handelte am 27. Februar bei rund 17,65 Dollar, nachdem sie zwischenzeitlich fast 21,70 Dollar erreicht hatte. In den vergangenen zwölf Monaten schwankte der Kurs zwischen 4,45 und 46,75 Dollar. Seit Jahresbeginn summiert sich das Minus auf 25%.

Bei einer Marktkapitalisierung von knapp 6,7 Milliarden Dollar ergibt sich ein Kurs-Umsatz-Verhältnis von über 260. Die absolute Umsatzhöhe von 24,6 Millionen Dollar bleibt für diese Bewertung mikroskopisch klein.

Die meisten von S&P Global Market Intelligence befragten Analysten erwarten frühestens 2028 einen positiven Free Cashflow. Bis dahin gilt: D-Wave hat die Liquidität für die ambitionierte Roadmap – aber die Schere zwischen Wachstum und Profitabilität bleibt weit offen.

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