D-Wave Quantum meldete für das Geschäftsjahr 2025 ein explosives prozentuales Umsatzwachstum, wurde jedoch von den Märkten abgestraft. Trotz einer Verdreifachung der Erlöse sorgten ausgeweitete Verluste und eine extrem hohe Bewertung für Ernüchterung bei den Anlegern. Während die Aktie am Freitag zweistellig einbrach, deuten die Auftragsbücher für 2026 allerdings auf eine mögliche Trendwende hin.

Diskrepanz zwischen Bewertung und Umsatz

Die nackten Zahlen des abgelaufenen Geschäftsjahres offenbaren das fundamentale Problem der Aktie. Zwar steigerte D-Wave den Jahresumsatz um 179 Prozent auf 24,6 Millionen Dollar, doch diese Summe steht in keinem Verhältnis zur Marktkapitalisierung. Das Kurs-Umsatz-Verhältnis liegt bei einem extremen Wert von über 260.

Erschwerend kommt hinzu, dass der Verlust pro Aktie auf 1,11 Dollar stieg und der Barmittelverbrauch (Cash Burn) um 69 Prozent zulegte. Der Free Cash Flow war mit minus 75,8 Millionen Dollar deutlich negativ. Besonders kritisch bewerteten Marktteilnehmer den Rückgang der Buchungen im Gesamtjahr 2025 um 22 Prozent auf lediglich 18,7 Millionen Dollar. Die Quittung folgte am Freitag: Das Papier verlor 11,27 Prozent an Wert und zeigte eine hohe Volatilität.

Auftragsboom zum Jahresstart

Trotz der enttäuschenden Rückschau zeichnet sich für das laufende Jahr ein anderes Bild ab. D-Wave meldete allein bis zum 25. Februar 2026 neue Aufträge im Volumen von über 32,8 Millionen Dollar. Damit hat das Unternehmen in weniger als zwei Monaten bereits mehr Buchungsvolumen generiert als im gesamten Jahr 2025.

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Zu den Treibern gehören ein 20-Millionen-Dollar-Systemkauf der Florida Atlantic University sowie ein zweijähriges Lizenzabkommen mit einem Fortune-100-Unternehmen. Das Management erwartet daher für die zweite Jahreshälfte ein beschleunigtes Umsatzwachstum.

Strategische Zukäufe und Liquidität

Die Bilanz des Quantencomputing-Spezialisten weist trotz der Verluste ein massives Polster auf. Zum Jahresende verfügte D-Wave über liquide Mittel und Wertpapiere in Höhe von mehr als 884 Millionen Dollar. Diese Kapitalstärke ermöglichte die Übernahme von Quantum Circuits für 550 Millionen Dollar, wodurch D-Wave seine Technologie im Bereich der Fehlerkorrektur signifikant erweitert.

Zusätzlich forciert das Unternehmen die Zusammenarbeit mit dem Verteidigungssektor. Eine neue Geschäftseinheit soll Produkte gezielt für die US-Regierung vermarkten, unterstützt durch erfolgreiche Simulationen in der Raketenabwehr. Operativ verlagert der Konzern seinen Hauptsitz bis Ende 2026 nach Boca Raton, Florida.

Die hohe Bruttomarge von 82,6 Prozent zeigt das Skalierungspotenzial des softwarelastigen Geschäftsmodells. Dennoch bleibt der Weg zur Profitabilität lang. Analysten gehen davon aus, dass ein positiver Free Cash Flow frühestens im Jahr 2028 erreicht wird. Für die Kursentwicklung in den kommenden Monaten ist entscheidend, ob die starke Buchungsdynamik des ersten Quartals 2026 nachhaltig bestätigt werden kann.

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