Der Abschied von der Börse rückt näher. Nach der Milliardenübernahme durch den Abu-Dhabi-Konzern XRG dreht sich für die verbliebenen Minderheitsaktionäre von Covestro die Schlinge zu. Der Squeeze-out ist eingeleitet, die Prime-Standard-Notierung Geschichte – und die ersten operativen Weichenstellungen unter neuer Führung laufen bereits.

Die wichtigsten Entwicklungen:

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  • Prime-Standard-Zulassung endet am 5. Mai 2026
  • Squeeze-out-Verfahren läuft – Barabfindung noch offen
  • XRG hält 95,1 Prozent der Aktien
  • Erste Ammoniak-Kooperation mit Fertiglobe unterzeichnet

Prime Standard fällt weg

Die Frankfurter Wertpapierbörse hat den Widerruf der Prime-Standard-Zulassung beschlossen. Ab dem 5. Mai 2026 wird Covestro nur noch im regulierten Markt (General Standard) gehandelt. Der Segmentwechsel war auf Antrag des Unternehmens erfolgt – offiziell, um Kosten und Berichtspflichten zu reduzieren.

Für die verbleibenden freien Aktionäre bedeutet das: geringere Transparenzanforderungen, weniger detaillierte Ad-hoc-Pflichten. Die Aktie bleibt handelbar, aber unter anderen Rahmenbedingungen.

Squeeze-out läuft

Parallel dazu hat XRG am 9. Januar 2026 das Squeeze-out-Verfahren gestartet. Mit einem Anteil von 95,1 Prozent ist die gesetzliche Hürde deutlich übersprungen. Die Hauptversammlung am 19. Mai 2026 soll grünes Licht geben.

Die Höhe der Barabfindung für die Minderheitsaktionäre steht noch aus. Erst nach deren Bekanntgabe und der Zustimmung der Hauptversammlung wird das Squeeze-out ins Handelsregister eingetragen und damit rechtskräftig. Der Streubesitz von knapp fünf Prozent entspricht rund 10 Millionen Aktien.

Erste Synergien mit XRG-Netzwerk

Am 6. Februar 2026 unterzeichneten Covestro, Fertiglobe und TA'ZIZ eine Absichtserklärung zur strategischen Zusammenarbeit. Im Fokus: Ammoniak-Lieferungen für die chinesischen und US-amerikanischen Produktionsstandorte von Covestro.

Ammoniak ist ein zentraler Rohstoff für MDI und TDI – die Basis für Polyurethan-Schäume, die in Dämmstoffen, Matratzen und Autositzen stecken. Langfristig soll die Partnerschaft auch kohlenstoffarmes und grünes Ammoniak umfassen. Die Kooperation zeigt, dass XRG nach der Übernahme zügig operative Vorteile aus dem eigenen Netzwerk hebt.

Was jetzt zählt

Der Geschäftsbericht 2025 wird am 26. Februar veröffentlicht. Die entscheidende Hauptversammlung steht am 19. Mai an. Bis dahin bleibt offen, welche Barabfindung XRG den Minderheitsaktionären bieten wird – und ob diese vor Gericht Bestand haben wird.

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