Bayer Aktie: Wegweisende Einigung?
Bayer steht vor entscheidenden Wochen im jahrelangen Konflikt um das Herbizid Glyphosat. Mit einem neuen 7,25 Milliarden US-Dollar schweren Vergleichsvorschlag und staatlicher Rückendeckung für die US-Produktion zeichnet sich ein möglicher Pfad aus der Rechtsunsicherheit ab. Doch während eine Lösung bei den Altlasten näher rückt, fordern neue Klagen und massive finanzielle Rückstellungen den Konzern heraus.
Unterstützung für den Milliarden-Vergleich
Das geplante Vergleichskonzept über 7,25 Milliarden Dollar hat am Freitag eine wichtige Hürde genommen. Die Nachawati Law Group, die mehr als 4.200 Kläger vertritt, stufte das auf 21 Jahre angelegte Rahmenabkommen als konstruktiven Schritt zur Lösung aktueller und künftiger Klagen ein. Der Konzern weist die Krebsvorwürfe zwar weiterhin zurück, erkennt jedoch an, dass die ausufernden Rechtskosten die wirtschaftliche Tragfähigkeit des Agrargeschäfts zunehmend bedrohen.
Staatlicher Schutz und neue Klagen
Flankiert wird die juristische Entwicklung durch eine präsidiale Verfügung. Unter Berufung auf nationale Sicherheitsinteressen wurde die US-Produktion von Glyphosat und elementarem Phosphor unter staatlichen Schutz gestellt. Dies sichert nicht nur die Lieferketten, sondern verschafft dem Konzern, der 40 Prozent des weltweiten Glyphosat-Bedarfs aus US-Werken deckt, auch wichtige Haftungserleichterungen. Dennoch bleibt die Lage dynamisch: Umweltverbände reichten zeitgleich eine neue Klage gegen die Zulassung der Stryax-Produktlinie ein, was den vierten großen Rechtsstreit um Dicamba-basierte Herbizide seit 2016 markiert.
Bilanzielle Lasten und Termine
Die juristische Bereinigung hinterlässt tiefe Spuren in der Finanzplanung. Die Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten wurden auf insgesamt 11,8 Milliarden Euro erhöht. Um die für das Geschäftsjahr 2026 erwarteten Auszahlungen von rund 5 Milliarden Euro abzusichern, hat sich das Unternehmen eine Kreditlinie über 8 Milliarden Dollar gesichert. Am Freitag gab der Kurs um 3,61 Prozent auf 12,81 US-Dollar nach, womit die Aktie seit Jahresbeginn jedoch noch immer rund 15,5 Prozent im Plus notiert.
Aufgrund der komplexen rechtlichen und finanziellen Umstrukturierungen wurde die Veröffentlichung der Jahreszahlen 2025 sowie der Ausblick auf 2026 auf den 4. März verschoben. Ein weiteres zentrales Datum für Investoren ist der 27. April: Dann befasst sich der US Supreme Court mit der Frage, ob Bundesvorschriften künftige Schadenersatzklagen auf Ebene der Bundesstaaten ausschließen können – ein Urteil, das die langfristige Risikobewertung fundamental verändern würde.
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