Covestro Aktie: Schrumpfende Perspektiven?
Die Ära des Polymerkonzerns Covestro an der Börse neigt sich unwiderruflich dem Ende zu. Nach der erfolgreichen Übernahme durch XRG (ehemals ADNOC) im Dezember 2025 werden nun die Weichen für den vollständigen Rückzug gestellt. Doch worauf müssen sich die verbliebenen Kleinaktionäre hinsichtlich Abfindung und Handelbarkeit jetzt einstellen?
Die wichtigsten Fakten im Überblick:
- Squeeze-out: Verfahren zur Übertragung der Minderheitsanteile eingeleitet.
- Segmentwechsel: Rückzug aus dem Prime Standard beschlossen.
- Mehrheitsverhältnisse: XRG hält bereits rund 95,10 Prozent.
- Kursentwicklung: Aktie notiert bei 60,54 Euro (YTD: -8,27 Prozent).
Der Weg zum Squeeze-out
Für die verbliebenen freien Aktionäre ist das am 9. Januar 2026 eingeleitete Verfahren nach § 327a des Aktiengesetzes das entscheidende Ereignis. Da der Hauptaktionär XRG gemeinsam mit seiner Tochtergesellschaft über 95 Prozent des Grundkapitals kontrolliert, sind die rechtlichen Voraussetzungen erfüllt, um die Minderheitsaktionäre gegen eine Barabfindung aus dem Unternehmen zu drängen.
Die konkrete Höhe dieser Abfindung steht aktuell noch aus. Der Aktienkurs reagierte seit Jahresbeginn verhalten auf die neue Realität und gab um über 8 Prozent auf zuletzt 60,54 Euro nach. Marktbeobachter warten nun gespannt auf das offizielle Bewertugsgutachten, das den fairen Preis für die Zwangsabfindung festlegen wird.
Rückzug in den General Standard
Parallel zur Übernahme der Anteile reduziert Covestro seine börsliche Präsenz. Der Vorstand beschloss am 22. Januar 2026, die Zulassung zum Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse zu widerrufen. Zukünftig werden die Papiere lediglich im General Standard gehandelt.
Das Management begründet diesen Schritt mit der Einsparung von Kosten und dem Wegfall der hohen Folgepflichten, die das Premium-Segment mit sich bringt. Der Wechsel wird drei Monate nach der offiziellen Bekanntmachung durch die Börsenführung wirksam. Für Anleger bedeutet dies in der Übergangsphase eine reduzierte Transparenz, da die strengen Publizitätsvorschriften des Prime Standards entfallen.
Der Fahrplan für Aktionäre
Der Zeitplan für die finalen Schritte ist eng getaktet. Am 26. Februar 2026 legt der Konzern seinen Geschäftsbericht für das abgelaufene Jahr vor.
Das entscheidende Datum für die Minderheitsaktionäre ist jedoch der 15. April 2026. Auf der ordentlichen Hauptversammlung soll der Beschluss zum Squeeze-out gefasst werden. Erst mit der Eintragung dieses Beschlusses ins Handelsregister gehen die verbliebenen Aktien automatisch auf den Hauptaktionär über, und die Barabfindung wird fällig. Bis zu diesem Termin bleibt die Aktie ein Spielball der Spekulationen um die finale Abfindungshöhe.
Covestro-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Covestro-Analyse vom 29. Januar liefert die Antwort:
Die neusten Covestro-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Covestro-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 29. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Covestro: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...








