Amazon Aktie: Umbau im Handel
Amazon räumt im stationären Lebensmittelgeschäft auf. Der Konzern beendet seine beiden Ladenketten Amazon Fresh und Amazon Go und richtet den Fokus klar auf Whole Foods. Was steckt hinter dem Schnitt – und wie geht es mit dem Lebensmittelgeschäft weiter?
Wichtigste Punkte auf einen Blick:
- Amazon schließt alle Amazon-Fresh-Supermärkte und alle Amazon-Go-Convenience-Stores
- Mehrere Standorte sollen zu Whole-Foods-Märkten umgebaut werden
- Abfindungen: 90 Tage volles Gehalt und Leistungen plus Übergangsangebote
- Nächster Termin: Q4/2025-Zahlen am 5. Februar
Fresh und Go werden eingestellt
Amazon teilte gestern in einem Unternehmensblog mit, dass die stationären Formate Amazon Fresh und Amazon Go auslaufen. Der Konzern spricht von einer „schwierigen Entscheidung“ nach einer sorgfältigen Überprüfung, wie man Kunden am besten bedienen könne. Einzelne Standorte will Amazon in Whole Foods Market umwandeln.
In einer internen Mitteilung an Mitarbeiter schrieb Lebensmittelchef Jason Buechel, die Formate hätten zwar „ermutigende Signale“ gezeigt. Allerdings habe Amazon bislang kein wirklich eigenständiges Kundenerlebnis mit dem passenden wirtschaftlichen Modell geschaffen, das eine Expansion in großem Maßstab trägt.
Whole Foods rückt ins Zentrum
Der Umbau ist eine klare Priorisierung: Whole Foods wird zur wichtigsten stationären Lebensmittelmarke von Amazon. Das Unternehmen plant über die nächsten Jahre:
- mehr als 100 neue Whole-Foods-Standorte
- den Ausbau der Whole Foods Daily Shops (kleinere Mini-Märkte mit kuratierter Auswahl)
- weitere Investitionen in die Amazon-Fresh-Online-Lieferung
Parallel arbeitet Amazon an einem neuen „mass physical store format“. Genannt wird unter anderem ein Big-Box-Superstore-Konzept in Orland Park (Illinois), das Lebensmittel, Haushaltsbedarf und allgemeine Waren anbieten soll.
Umbau der Organisation und Personalthemen
Die Neuausrichtung betrifft auch die Strukturen: Amazon verlagert die Grocery-Logistik in die übergreifende Division Worldwide Operations unter Senior Vice President Udit Madan. Viswanath Subramanian, bislang Chef der Grocery-Logistik, übernimmt eine neue Rolle.
Außerdem kündigte John Farrell, als Chief Merchant für den Einkauf der Fresh-Sparte zuständig und seit 2019 (zuvor Tesco) bei Amazon, seinen Abgang gestern über LinkedIn an. Wie viele Beschäftigte insgesamt betroffen sind, nannte Amazon nicht. Für betroffene Mitarbeiter sind Abfindungspakete mit 90 Tagen vollem Gehalt und Leistungen sowie Unterstützung beim Übergang vorgesehen.
Im Kalender steht bereits der nächste Fixpunkt: Am 5. Februar veröffentlicht Amazon die Q4-Zahlen 2025 und lädt laut Investor-Relations-Mitteilung zu einer Telefonkonferenz.
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