Covestro Aktie: Börsen-Rückzug läuft
Der Leverkusener Polymerkonzern macht ernst: Covestro verlässt den Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse. Der Vorstand beantragte am 22. Januar offiziell den Wechsel in den General Standard – ein konsequenter Schritt nach der faktischen Übernahme durch die Abu Dhabi-Gesellschaft XRG.
Die wichtigsten Fakten:
- Downlisting vom Prime Standard in den General Standard
- XRG hält 95,10 Prozent des Grundkapitals
- Squeeze-out-Verfahren seit 9. Januar eingeleitet
- Handel im regulierten Markt bleibt bestehen
Kostenersparnis als Hauptmotiv
Das Downlisting ist primär eine Sparmaßnahme. Die strengeren Transparenzpflichten des Prime Standards verursachen zusätzliche Kosten, die für ein mehrheitlich in Abu Dhabi-Hand befindliches Unternehmen nicht mehr gerechtfertigt sind. Der Widerruf wird drei Monate nach Veröffentlichung der Börsenentscheidung wirksam.
Für Aktionäre ändert sich zunächst wenig: Die Covestro-Aktie bleibt im regulierten Markt handelbar, nur eben mit reduzierten Berichtspflichten.
Minderheitsaktionäre vor dem Ausstieg
Der neue Mehrheitseigner XRG – eine Tochter des staatlichen Ölkonzerns ADNOC – treibt parallel den Squeeze-out voran. Mit 95,10 Prozent ist die gesetzliche Schwelle klar überschritten. Die Hauptversammlung soll die Übertragung der verbliebenen Minderheitsaktien beschließen. Die Höhe der Barabfindung steht noch nicht fest.
Die Übernahme selbst wurde im Dezember 2025 nach Erhalt aller regulatorischen Genehmigungen abgeschlossen. XRG stemmte dabei eine Kapitalerhöhung von 1,17 Milliarden Euro.
Operatives Geschäft läuft weiter
Trotz des laufenden Eigentümerwechsels setzt Covestro seine Expansion fort. In Zhuhai startete vergangene Woche eine neue Produktionsanlage für thermoplastisches Polyurethan (TPU) mit einer Anfangskapazität von 30.000 Tonnen pro Jahr. Langfristig soll das 45.000 Quadratmeter große Werk auf 120.000 Tonnen Jahreskapazität wachsen – und damit zum weltgrößten TPU-Standort des Konzerns werden.
China generiert über 20 Prozent des Konzernumsatzes von zuletzt 14,2 Milliarden Euro. Seit 2001 investierte das Unternehmen mehr als 4 Milliarden Euro in der Region und beschäftigt dort 3.300 Mitarbeiter an zehn Standorten.
Im Management gibt es weitere Veränderungen: CFO Christian Baier verlässt das Unternehmen im September 2026 nach Auslaufen seines Vertrags. Dr. Rainer Seele übernahm im Dezember den Aufsichtsratsvorsitz.
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