Ethereum schiebt gerade gleich mehrere Infrastruktur-Themen nach vorn: einen Standard für KI-Agenten mit On-Chain-Identität – und parallel ein eigenes Team für Post-Quantum-Sicherheit. Das klingt weniger nach kurzfristigem Hype, sondern nach dem Versuch, die Spielregeln für die nächste Tech-Welle mitzuprägen. Was steckt hinter dem neuen ERC‑8004-Standard?

ERC-8004 soll KI-Agenten „vertrauensfähig“ machen

Ethereum-Entwickler bereiten die Einführung von ERC‑8004 vor. Ziel ist es, ein Kernproblem der entstehenden „AI Economy“ zu lösen: Wie können autonome Software-Agenten sich finden, ihre Identität nachweisen und Vertrauen aufbauen – auch über verschiedene Systeme hinweg?

Der Standard setzt dafür auf drei schlanke Register, die sowohl auf dem Ethereum-Mainnet als auch auf Layer‑2-Netzwerken laufen können:

  • Identity Registry: Vergibt pro KI-Agent eine eindeutige On-Chain-ID (im Stil eines ERC‑721-Tokens) und verweist auf eine Registrierungsdatei mit Fähigkeiten und unterstützten Protokollen.
  • Reputation Registry: Speichert strukturiertes Feedback von Auftraggebern zur Leistung eines Agenten – öffentlich und damit in verschiedenen Anwendungen wiederverwendbar.
  • Validation Registry: Ermöglicht unabhängige Prüfungen von Arbeitsergebnissen, etwa über gestakte Services, ML‑Proofs oder „Trusted Hardware“.

Laut Davide Crapis, AI-Leiter bei der Ethereum Foundation, steht der Rollout kurz bevor. Februar bezeichnete er als „Genesis Month“ für den Standard. Seit Veröffentlichung der Spezifikation im August 2025 sollen sich bereits 1.000 bis 2.000 Builder in entsprechenden Gruppen organisiert haben.

Post-Quantum wird zur Priorität

Parallel dazu hat die Ethereum Foundation die Gründung eines dedizierten „Post Quantum“-Teams angekündigt. Damit rückt ein langfristiges Risiko in den Mittelpunkt: Künftige Quantencomputer könnten heutige Verschlüsselungsverfahren unter Druck setzen.

Die neue Gruppe soll laut EF‑Forscher Justin Drake von Thomas Coratger geleitet werden. Zudem sind ab Februar zweiwöchentliche Entwickler-Sessions zu Post‑Quantum‑Transaktionen geplant, moderiert von Antonio Sanso.

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Markt bleibt nervös – trotz Aufbauarbeit

Während die Technik-Pläne konkreter werden, ist die Marktstimmung weiter vorsichtig. Ethereum notiert heute bei 2.940,29 USD (‑0,27%). Der RSI liegt bei 42 – ein Wert, der eher zu einem zurückhaltenden Momentum passt als zu Euphorie.

On-Chain wirkt das Bild laut Quelltext gemischt: Ein Teil großer Akteure baut Positionen aus, andere transferieren Bestände auf Börsen. Das unterstreicht den Eindruck eines Marktes, der zwischen Aufbauoptimismus und Absicherungsdrang schwankt.

2026-Fahrplan: Upgrades und Layer-2-Schub

Auch beim Protokoll selbst ist die Richtung abgesteckt: Für 2026 sind zwei große Upgrades geplant. „Glamsterdam“ soll in der ersten Jahreshälfte kommen, „Hegota“ in der zweiten.

Glamsterdam fokussiert laut Bericht unter anderem:
- parallele Transaktionsverarbeitung,
- blockbasierte Access Lists für mehr Effizienz,
- „Enshrined Proposer-Builder Separation“ (ePBS).

Hegota soll Arbeiten Richtung Verkle Trees vorantreiben, um Speicheranforderungen für Node-Betreiber deutlich zu senken.

Passend dazu wächst das Layer‑2-Ökosystem weiter: MegaETH kündigte den öffentlichen Mainnet‑Start für den 9. Februar 2026 an und positioniert sich als „Real‑Time“-Layer‑2 mit niedriger Latenz und hohem Durchsatz.

Unterm Strich zeigt Ethereum damit eine klare Priorität: Identität, Vertrauen und Sicherheitsreserven für eine Zukunft mit autonomen Systemen – flankiert von konkreten Upgrades und neuen Layer‑2‑Initiativen, die schon im Februar mit MegaETH und dem ERC‑8004‑Start sichtbar werden.

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