Commerzbank Aktie: Patt-Situation
Deutschlands zweitgrößte Privatbank legt heute ihre detaillierten Geschäftszahlen vor – und die Ausgangslage könnte spannender kaum sein. Während sich die Bank operativ solide präsentiert, verharrt der italienische Großaktionär UniCredit in Lauerstellung. Ein Übernahmeangebot? Fehlanzeige. Doch die Luft wird dünner.
Die Commerzbank verdiente 2025 netto 2,63 Milliarden Euro – nur minimal weniger als im Rekordjahr 2024 mit knapp 2,7 Milliarden Euro. Bemerkenswert: Dieses Ergebnis wurde trotz hoher Umbaukosten von 700 Millionen Euro erzielt. Diese einmaligen Aufwendungen resultieren aus dem geplanten Stellenabbau von rund 3.900 Vollzeitstellen bis Ende 2027, davon 3.300 in Deutschland.
Aktionäre profitieren trotz Transformation
Vorstandschefin Bettina Orlopp plant, die Anteilseigner mit einer höheren Dividende und einem weiteren Aktienrückkauf am Erfolg zu beteiligen. Goldman-Sachs-Analyst Chris Hallam sprach von einem leicht über den Erwartungen liegenden Überschuss. Auch der Dividendenvorschlag liege höher als gedacht. Beim avisierten Rückkaufvolumen für 2026 hatte sich der Markt allerdings einen Tick mehr versprochen.
Die robusten Zahlen sind kein Zufall, sondern Teil der Strategie: Um die Übernahmebestrebungen der UniCredit abzuwehren, hat sich die Bank ehrgeizige Renditeziele gesetzt. Die Botschaft ist klar – auch ohne italienischen Großaktionär läuft das Geschäft.
UniCredit steckt in der Zwickmühle
Seit Monaten herrscht Stillstand im Übernahmepoker. Die Italiener halten zwar gut 26 Prozent der Anteile und kontrollieren über Finanzinstrumente weitere gut drei Prozent. Doch UniCredit-Chef Andrea Orcel zögert: Der hohe Aktienkurs schreckt ihn vor einem Pflichtangebot ab, zu dem er ab der 30-Prozent-Schwelle verpflichtet wäre.
Die Bundesregierung, die rund 12 Prozent der Commerzbank-Anteile hält, verschärft die Situation zusätzlich. Sie lehnt eine Übernahme kategorisch ab und will ihre Aktien nicht verkaufen. Orcel sitzt damit in der Falle: Zu teuer für ein Angebot, zu wenig Einfluss für echte Kontrolle.
Im nachbörslichen Tradegate-Handel verlor die Commerzbank-Aktie am Dienstag überschaubare 0,3 Prozent. Am Mittwoch testete das Papier zeitweise das Hoch der vergangenen Woche bei 36,27 Euro, konnte den Konsolidierungstrend seit August 2025 jedoch nicht nachhaltig durchbrechen. Zuletzt notierte der Titel bei 35,51 Euro mit einem Plus von 0,2 Prozent im kaum veränderten DAX.
Die detaillierten Quartalszahlen, die heute um 7 Uhr veröffentlicht werden, dürften weitere Indikationen für das laufende Jahr liefern. Besonders gespannt warten Anleger auf konkrete Prognosen und die Frage, wie lange die Bank ihre Eigenständigkeit verteidigen kann.
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