Die Commerzbank hat gestern ihre Zahlen für 2025 vorgelegt – einen Tag früher als geplant. Und die können sich sehen lassen: Trotz hoher Kosten für den Personalabbau übertraf der Frankfurter DAX-Konzern sein eigenes Gewinnziel. Jetzt folgen eine deutlich höhere Dividende und ein weiterer Aktienrückkauf. Doch im Hintergrund lauert weiterhin die Übernahmegefahr durch die Unicredit.

Bereinigter Gewinn steigt um 13 Prozent

Unter dem Strich stand für 2025 ein Überschuss von 2,63 Milliarden Euro – leicht unter den 2,68 Milliarden Euro des Vorjahres. Doch diese Zahl täuscht: Rechnet man die hohen Restrukturierungskosten für den Stellenabbau heraus, legte der Gewinn um rund 13 Prozent auf drei Milliarden Euro zu. Die Aktionäre profitieren direkt: Die Dividende soll auf 1,10 Euro je Aktie steigen, nach 0,65 Euro im Vorjahr. Das ist ein Sprung um fast 70 Prozent.

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Zusätzlich hat der Vorstand gestern ein weiteres Aktienrückkaufprogramm beschlossen. Ab dem 15. Februar will die Bank eigene Papiere im Volumen von bis zu 540 Millionen Euro zurückkaufen. Ein klares Signal: Die Commerzbank sieht sich gut kapitalisiert und will überschüssiges Geld an die Anteilseigner zurückgeben.

Unicredit-Chef hält am Übernahmeziel fest

Die soliden Zahlen kommen zu einem heiklen Zeitpunkt. Unicredit-Chef Andrea Orcel hatte erst am Montag bei der Vorlage der eigenen Jahreszahlen klargestellt, dass die Übernahme der Commerzbank auf seiner Agenda bleibt. Der Italiener hat den Gewinn und den Börsenkurs seiner Bank in den vergangenen Jahren deutlich nach oben getrieben – und die Commerzbank ist längst nicht sein einziges Ziel. Spekulationen zufolge hat Unicredit auch Fühler nach Monte dei Paschi ausgestreckt, Italiens viertgrößtem Institut.

Für die Commerzbank bedeutet das: Der Druck bleibt hoch. Die starken Ergebnisse für 2025 und die großzügige Kapitalrückgabe mögen zwar kurzfristig die eigene Position stärken. Doch ob das ausreicht, um Orcel auf Dauer abzuschütteln, bleibt offen. Der Italiener hat sich als geduldiger, aber hartnäckiger Jäger erwiesen. Die vollständigen Zahlen für 2025 legt die Commerzbank heute vor.

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