Eli Lilly dominiert aktuell Schlagzeilen und Bilanzen mit seinem erfolgreichen Abnehm-Geschäft, doch das Management plant bereits den nächsten strategischen Schritt. Mit einer Übernahme im Wert von bis zu 2,4 Milliarden US-Dollar kauft sich der Pharma-Riese tief in die nächste Generation der Genmedizin ein. Ziel der Akquisition ist es, die komplexe Behandlung von Autoimmunerkrankungen radikal zu vereinfachen und das Portfolio breiter aufzustellen.

Einstieg in die "In-vivo"-Therapie

Kern der Vereinbarung vom 9. Februar ist die Übernahme von Orna Therapeutics. Das Biotech-Unternehmen aus Massachusetts hat sich auf sogenannte ringförmige RNA (circular RNA) spezialisiert. Diese Technologie ermöglicht einen neuartigen Ansatz in der CAR-T-Zelltherapie: Anstatt Zellen im Labor aufwendig zu verändern ("ex vivo"), soll der Körper des Patienten durch die Technologie in die Lage versetzt werden, die therapeutischen Zellen selbst zu produzieren ("in vivo").

Dieser Ansatz könnte laut der gemeinsamen Ankündigung entscheidende Hürden der aktuellen Medizin überwinden. Francisco Ramírez-Valle, Leiter der Immunologieforschung bei Lilly, betont, dass bisherige CAR-T-Methoden zwar vielversprechend seien, aber an hohen Kosten und logistischer Komplexität litten. Die Technologie von Orna zielt darauf ab, diese Behandlungen einer breiteren Patientengruppe zugänglich zu machen. Das Hauptprodukt ORN-252 steht bereit für klinische Studien und fokussiert sich auf B-Zell-gesteuerte Autoimmunerkrankungen.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Eli Lilly?

Finanzielle Details und Marktreaktion

Die Transaktionsstruktur sieht Barzahlungen von bis zu 2,4 Milliarden US-Dollar vor. Diese Summe setzt sich aus einer direkten Vorauszahlung sowie späteren Zahlungen zusammen, die an das Erreichen klinischer Entwicklungsmeilensteine geknüpft sind. An der Börse wird der strategische Weitblick honoriert, auch wenn die Aktie im aktuellen Marktumfeld bei 1.018,32 USD notiert und auf Wochensicht leicht nachgegeben hat.

Die nötige finanzielle Feuerkraft für solche Zukäufe liefert das operative Geschäft. Erst am 4. Februar meldete Eli Lilly für das vierte Quartal 2025 einen Umsatz von 19,3 Milliarden US-Dollar, was einem massiven Anstieg von 43 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Strategische Diversifizierung

Die Übernahme reiht sich in eine klare Strategie ein: Eli Lilly nutzt die hohen Einnahmen aus dem GLP-1-Gewichtsverlust-Geschäft, um sich unabhängiger von einzelnen Sparten zu machen. Neben Orna wurde kürzlich auch eine Kooperation mit Innovent Biologics verkündet, die potenziell ein Volumen von über 8 Milliarden US-Dollar erreichen könnte.

Der Abschluss der Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt üblicher Bedingungen. Mit diesem Schritt signalisiert Eli Lilly deutlich, dass der Fokus auf dem Aufbau langfristiger Innovationsplattformen in der Genmedizin liegt, die weit über das aktuelle Produktportfolio hinausreichen.

Eli Lilly-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Eli Lilly-Analyse vom 11. Februar liefert die Antwort:

Die neusten Eli Lilly-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Eli Lilly-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 11. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Eli Lilly: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...