Die Hoffnungen auf einen schnellen Deal sind geplatzt. UniCredit-Chef Andrea Orcel erteilt einer Übernahme der Commerzbank zum aktuellen Preisniveau eine klare Absage – die Bewertung sei schlicht zu hoch. Damit rückt die eigenständige Strategie von Chefin Bettina Orlopp ins Zentrum. Die Frage: Kann die Bank ohne Übernahmeprämie überzeugen?

Orcel zieht die Notbremse

Der italienische Großaktionär, der bereits knapp 29 Prozent der Anteile hält, sieht keinen wirtschaftlichen Sinn in einem Zukauf. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis der Commerzbank liegt bei über 14 – deutlich höher als die 10,6 der UniCredit selbst. Orcel macht damit klar: Ein Deal zu diesen Konditionen wäre betriebswirtschaftlicher Unsinn.

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Die Folgen:
- Monatelange Übernahmespekulation vorerst beendet
- Kursdruck durch wegfallende Fantasie
- Fokus verschiebt sich auf operative Eigenständigkeit

Management wirbt für Stand-Alone-Kurs

Beim "German Investment Seminar" in New York (12.-14. Januar) nutzte das Commerzbank-Management die Bühne, um internationale Investoren von der eigenständigen Strategie zu überzeugen. Die Botschaft: Die operative Stärke muss ausreichen, um den Unternehmenswert auch ohne Übernahmeprämie zu rechtfertigen.

Parallel dazu gab die Bank am 14. Januar eine grüne Tier-2-Anleihe über 500 Millionen Euro bekannt. Die Laufzeit beträgt 12 Jahre, das Geld fließt in ökologisch nachhaltige Projekte. Ein Signal, dass man die Eigenständigkeit aktiv gestalten will.

Der Prüfstein kommt am 11. Februar

Die vorläufigen Geschäftszahlen für 2025 werden zeigen, ob die Stand-Alone-Story trägt. Übertreffen die operativen Ergebnisse die Erwartungen, könnte sich die Aktie von der M&A-Abhängigkeit lösen. Enttäuschende Zahlen hingegen würden die Bewertung weiter unter Druck setzen – bei einem KGV von 14 bleibt wenig Spielraum für Schwäche.

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