Barrick Gold Aktie: Partner macht Druck
Barrick Gold treibt die Pläne für einen Börsengang seiner Nordamerika-Sparte voran, doch der Partner Newmont stellt sich quer. Vor dem geplanten IPO fordert der weltgrößte Goldproduzent operative Verbesserungen beim gemeinsamen Joint Venture in Nevada. Was bedeutet dieser öffentliche Konflikt für die ambitionierten Pläne des kanadischen Minenbetreibers?
Newmont, der Minderheitspartner im Joint Venture „Nevada Gold Mines“, veröffentlichte am Dienstag eine deutliche Stellungnahme. Die Kernforderung: Bevor Barrick den geplanten Börsengang durchzieht, müssen die operativen Mängel behoben werden. Laut Newmont hat das Joint Venture, an dem Barrick 61,5 Prozent hält und die operative Führung innehat, in den letzten sechs Jahren an Wert und Leistung eingebüßt. Das Timing dieser Kritik ist brisant, da die betreffenden Assets Teil der neuen Einheit werden sollen, die mit über 60 Milliarden Dollar bewertet wird.
Schwache Zahlen stützen Kritik
Die operativen Daten scheinen die Bedenken zu untermauern. Im vierten Quartal 2025 brach die Goldproduktion bei Nevada Gold Mines um 23 Prozent ein. Gleichzeitig steigen die Kosten: Die Prognosen deuten auf einen Kostenanstieg von 20 Prozent bei Gold und rund 10 Prozent bei Kupfer im Vergleich zum Vorjahr hin.
Martin Pradier von Veritas Investment Research bezeichnete diese Ergebnisse als unerwartet. Sein Team blickt nun skeptischer auf Barrick, da die Kostenstruktur deutlich ungünstiger ausfällt als zuvor vom Unternehmen kommuniziert.
Strategisches Tauziehen
Der Konflikt könnte tiefgreifende Folgen für die Struktur des geplanten IPOs haben. Newmont besitzt ein Vorkaufsrecht für die Assets. Experten spekulieren, dass der US-Konzern statt eines Börsengangs der Sparte lieber Barricks Anteil komplett übernehmen möchte. Die öffentliche Kritik an der operativen Führung verschafft Newmont nun eine bessere Verhandlungsposition.
Geplant war, dass Barrick eine Minderheitsbeteiligung von 10 bis 15 Prozent der neuen Nordamerika-Einheit an die Börse bringt, während risikoreichere Assets in Afrika und Pakistan im Mutterkonzern verbleiben.
Solide Finanzbasis trotz Operativer Sorgen
Trotz der Probleme in Nevada lieferte der Konzern insgesamt starke Quartalszahlen. Mit einem freien Cashflow von 1,62 Milliarden Dollar und Rekordgewinnen im vierten Quartal konnte die Dividende auf 0,42 Dollar je Aktie angehoben werden – ein Plus von 140 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Zudem kaufte das Unternehmen Aktien im Wert von 500 Millionen Dollar zurück.
Die Analystenmeinungen bleiben angesichts dieser Gemengelage geteilt. Während die UBS ihr Kursziel aufgrund der Risiken senkte, hob CIBC das Ziel deutlich an und verwies auf extrem optimistische Goldpreisprognosen von bis zu 6.000 Dollar je Unze für das laufende Jahr.
Für Anleger ist die Situation zwiespältig. Während die generellen Finanzdaten und die Dividendenpolitik Stärke signalisieren, wirft der Streit um das Herzstück Nevada Schatten auf die IPO-Fantasie. Es bleibt abzuwarten, ob Barrick die Bedenken des Partners ausräumen kann oder ob Newmont seine Position nutzt, um die Kontrolle über die nordamerikanischen Minen zu erzwingen.
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