Europas Banken schicken gerade ein klares Signal: hohe Gewinne – und noch höhere Ausschüttungspläne. Genau das färbt heute auch auf die Commerzbank ab. Doch wie viel Rückenwind bleibt, wenn am Mittwoch die eigenen Zahlen auf dem Tisch liegen?

UniCredit liefert die Vorlage

Auslöser für die bessere Stimmung im Sektor waren die frischen Quartals- und Jahreszahlen der UniCredit. Die italienische Großbank meldete für 2025 einen Nettogewinn von 10,6 Mrd. Euro (+14% zum Vorjahr). Gleichzeitig stiegen Gewinn je Aktie um 20% und die Dividende je Aktie um 31%. Insgesamt will UniCredit 9,5 Mrd. Euro an Aktionäre ausschütten (+6%).

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Dazu kommt ein ambitionierter Blick nach vorn: Mit der Strategie „UniCredit Unlimited“ peilt das Institut bis 2028 13 Mrd. Euro Nettogewinn und eine Eigenkapitalrendite von über 23% an. Für die kommenden drei Jahre stehen rund 30 Mrd. Euro Ausschüttungen im Plan. Für Bankaktien ist das wie ein Scheinwerfer: Es lenkt den Markt auf Ertragskraft und Kapitalrückgaben.

Übernahmefrage bleibt ungelöst

Im Hintergrund schwelt weiter das Thema UniCredit und Commerzbank. UniCredit hält bereits einen signifikanten Anteil und hat seit März 2025 die EZB-Genehmigung, den Anteil auf bis zu 29,9% aufzustocken. Konkrete nächste Schritte ließ die Bank aber offen.

Politisch bleibt Gegenwind: Die Bundesregierung bekräftigte zuletzt ihre ablehnende Haltung gegenüber einer Übernahme. Ende Januar hieß es aus dem Finanzministerium erneut, man setze auf die Eigenständigkeit und begrüße die Ziele der Commerzbank.

Zahlen am Mittwoch – und der Markt wartet

Der entscheidende Termin steht kurz bevor: Am 11. Februar 2026 veröffentlicht die Commerzbank den Geschäftsbericht für 2025. Dass der Markt aktuell genauer hinschaut, passt ins Bild: Die Deutsche Bank hatte im Januar bereits mit einem Rekordgewinn positive Signale für den deutschen Bankensektor geliefert.

Wichtige Eckpunkte im Überblick:

  • Nächster Termin: 11.02.2026 – Geschäftsbericht 2025
  • Weitere Termine: 08.05.2026 – Q1-Bericht 2026; 20.05.2026 – Hauptversammlung
  • Kapitalmaßnahme: Fünftes Aktienrückkaufprogramm im Dezember 2025 abgeschlossen (Volumen rund 1 Mrd. Euro, größtes der Bankgeschichte)

Auch der Kurs spiegelt diese „Warten-auf-Zahlen“-Phase: Zuletzt notierte die Aktie bei 35,45 Euro und damit praktisch auf Höhe des 50-Tage-Durchschnitts (35,44 Euro) – ein Hinweis auf eine eher ausgeglichene kurzfristige Lage.

Zum Wochenstart zeigt sich: Der europäische Bankensektor profitiert von der verbesserten Stimmung und den starken Ausschüttungsankündigungen. Am Mittwoch wird dann konkret, ob die Commerzbank dieses Umfeld mit eigenen überzeugenden 2025er-Zahlen untermauern kann – oder ob der heutige Rückenwind an Substanz verliert.

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