Eli Lilly profitiert gleich von zwei Entwicklungen: Zum einen kauft der Pharmakonzern für bis zu 2,4 Milliarden Dollar das Biotech-Unternehmen Orna Therapeutics und erweitert damit sein Portfolio um innovative Zelltherapien. Zum anderen setzen die US-Aufsichtsbehörden den Anbietern billiger GLP-1-Nachahmer-Präparate die Pistole auf die Brust – was Lillys Preismacht bei seinen Abnehm-Blockbustern stärkt.

Orna-Deal öffnet Tür zur In-vivo-CAR-T-Therapie

Am 9. Februar gab Eli Lilly den Erwerb von Orna Therapeutics aus Massachusetts bekannt. Die Zahlung erfolgt teilweise vorab, teilweise an klinische Meilensteine gekoppelt. Orna entwickelt zirkuläre RNA-Technologie in Kombination mit Lipid-Nanopartikeln, um CAR-T-Zelltherapien direkt im Körper des Patienten zu erzeugen.

Das Leitprogramm ORN-252 zielt auf CD19 ab und soll gegen B-Zell-getriebene Autoimmunerkrankungen eingesetzt werden. Lilly bezeichnet es als "bereit für klinische Studien". Der entscheidende Unterschied zu herkömmlichen CAR-T-Therapien: Die Immunzellen müssen nicht mehr entnommen, im Labor verändert und zurückgegeben werden – die Modifikation erfolgt direkt im Körper.

Mit dem Kauf reiht sich Eli Lilly in eine Welle von Pharma-Deals ein. AbbVie zahlte 2,1 Milliarden Dollar für Capstan Therapeutics, Bristol Myers Squibb 1,5 Milliarden für Orbital Therapeutics. Für Lilly ist es die Fortsetzung einer jüngsten Einkaufstour, die bereits Verve Therapeutics und Ventyx umfasste.

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FDA dreht Billig-Konkurrenz den Hahn zu

Parallel dazu schwächte die FDA die Konkurrenz im lukrativen GLP-1-Markt. Am 6. Februar kündigte die Behörde an, gegen nicht zugelassene Nachahmer-Präparate vorzugehen. Besonders im Fokus: Hims & Hers, das erst einen Tag zuvor eine Semaglutid-Pille für 49 Dollar pro Monat lanciert hatte – ein Bruchteil dessen, was Lilly für Zepbound (299 Dollar) oder Novo Nordisk für Wegovy (149 Dollar) verlangen.

Nach der FDA-Ankündigung und einer Weitergabe an das Justizministerium zog Hims & Hers am 8. Februar die Notbremse und stoppte den Verkauf der Billig-Pille. Novo Nordisk legte noch nach und verklagte das Unternehmen wegen Patentverletzung.

Für Eli Lilly ist das eine willkommene Entwicklung. Die 49-Dollar-Konkurrenz hätte vor allem Lillys teureres Zepbound unter Druck gesetzt. Das Verschwinden der Billigalternative verschafft dem Konzern mehr Spielraum bei der Preisgestaltung, während der Wettbewerb im Abnehmmarkt insgesamt zunimmt.

Die beiden Entwicklungen stärken Lillys Position auf unterschiedlichen Feldern: Der Orna-Kauf erweitert das Geschäft über die dominanten GLP-1-Wirkstoffe hinaus in Richtung Genmedizin und Zelltherapie. Gleichzeitig hilft der regulatorische Druck gegen Nachahmer-Produkte, die Margen bei Mounjaro und Zepbound zu verteidigen.

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